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20.03.2003 – 13:58

CARE Deutschland e.V.

Spendenaufruf Irak: CARE warnt vor humanitärer Katastrophe
Forderung nach Schutz und Hilfe für die Zivilbevölkerung

    Bonn (ots)

Der Krieg im Irak droht zu einer Katastrophe für die
Zivilbevölkerung zu werden. Als Hilfsorganisation fordert CARE
deshalb alle Krieg führenden Parteien nachdrücklich auf, ihre
Pflichten aus dem internationalen humanitären Recht ernst zu nehmen
und insbesondere den Schutz und die Versorgung der Zivilbevölkerung
sicher zu stellen.
    
    Ein Zusammenbruch der ohnehin unzureichenden Trinkwasser-,
Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung durch Bombardements der
Infrastruktur bedroht das Leben einer Bevölkerung, die durch frühere
Kriege und zwölf Jahre Wirtschaftsembargo extrem geschwächt und
schutzlos ist. Da Millionen irakischer Kinder bereits jetzt krank und
unterernährt sind, besteht ein sehr hohes Risiko für den Ausbruch von
Epidemien wie Cholera, Ruhr oder Typhus.
    
    CARE ist die einzige internationale Nicht-Regierungsorganisation,
die seit 1991 kontinuierlich im Zentrum und Süden des Irak arbeitet
und das Land auch jetzt, nach Kriegsausbruch, nicht verlassen wird.
"Die Sicherheit unserer einheimischen und internationalen Mitarbeiter
bleibt natürlich eine Hauptsorge", betont Manuela Roßbach,
Geschäftsführerin von CARE Deutschland, "doch so lange es sicher
genug für sie ist, werden die CARE-Helfer lebenswichtige humanitäre
Unterstützung für Kinder und andere gefährdete Gruppen aufrecht
erhalten. Unsere Hilfe konzentriert sich dabei auf die besonders
kritischen Bereiche Wasser, Gesundheit und Nahrung".
    
    Mit rund 60 Mitarbeitern betreut CARE im Irak Programme, in deren
Mittelpunkt vor allem das Wohlergehen der Jüngsten steht. "Die
irakischen Kinder sind unschuldige Opfer dieses Krieges. Sie brauchen
unser Mitgefühl und unseren Beistand - oder der humanitäre Preis
dieses Krieges wird immens sein", warnt Edith Wallmeier,
Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland. "Aus diesem Grund ruft
CARE die deutsche Bevölkerung dringend zu Spenden für die Kriegsopfer
auf."
    
    Als Soforthilfe wird CARE Hospitäler, Gesundheitszentren und
soziale Einrichtungen täglich mit 500.000 Litern Trinkwasser
versorgen. Hierfür hat CARE bereits vor dem Krieg Fahrzeuge mit
6000-Liter-Tanks sowie 72.000 Liter Benzin in Bagdad bereit gestellt.
Außerdem steht eine mobile Werkstatt zur Verfügung, deren Techniker
Notreparaturen an zerstörten Wasserwerken,  Generatoren,
Leitungsnetzen, Abwasserkanälen, Pumpen und Entkeimungsanlagen
durchführen können.
    
    55 Tonnen laktose-freier Milch - eine spezielle Diät für
unterernährte und chronisch kranke Kinder - sollen so rasch wie
möglich an 80 Kinderkrankenhäuser Iraks ausgegeben werden. Ein
durchschnittliches irakisches Kind unter fünf Jahren leidet 14 mal
pro Jahr an akutem Durchfall - eine Erkrankung, die in Verbindung mit
Unterernährung 70 Prozent der Kindersterblichkeit im Irak verursacht.
    
    Drei Millionen Frauen und Kinder werden nach UN-Schätzungen schon
in den nächsten Tagen auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen sein. Die
Verarmung breiter Bevölkerungsteile ist ein Hauptgrund: Über 85
Prozent der Menschen im Irak sind arbeitslos. Sie verfügen im
Durchschnitt über weniger als sechs Dollar im Monat und sind abhängig
von Nahrungshilfen des Lebensmittel-für-Öl-Programmes der Vereinten
Nationen. Eine kriegsbedingte Unterbrechung dieses Programmes
bedeutet für viele den abrupten Verlust ihrer einzigen
Nahrungsquelle.
    
    In Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen, irakischen und
internationalen humanitären Hilfsorganisationen setzt CARE jetzt
alles daran, der drohenden Katastrophe durch schnelle und
koordinierte Hilfe zu begegnen. In Jordanien wurde ein Büro für die
Koordinierung der regionalen Nothilfe eingerichtet, das schnelle
Hilfe im Irak und für Flüchtlinge in benachbarten Ländern leisten
kann.
    
    Spendenkonto 44 040
    Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)
    Stichwort "Irak"
    
    Weitere Informationen und Online-Spenden: www.care.de
    
    CARE Deutschland ist Mitglied von 'Aktion Deutschland Hilft'.
Unter diesem Namen haben sich neun Organisationen
zusammengeschlossen, um im Falle großer Katastrophen ihre Kapazitäten
zu bündeln und Hilfseinsätze stärker aufeinander abzustimmen.
Aktionspartner sind: ADRA, Arbeiter-Samariter-Bund,
Arbeiterwohlfahrt, CARE, HELP, Die Johanniter, Malteser Hilfsdienst,
Paritätischer Wohlfahrtsverband und World Vision. Weitere
Informationen finden Sie im Internet unter
www.aktion-deutschland-hilft.de
    
    Deutschsprachige Interviewpartner stehen in Bonn und Amman zur
Verfügung.
    
ots Originaltext: CARE Deutschland e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Pressekontakt:
Pressestelle:
Christina Heitmann, Tel 0228/97563-23, Mobil 0170 2046339,
heitmann@care.de

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