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11.10.2002 – 13:29

CARE Deutschland e.V.

CARE warnt vor Krieg im Irak

    Bann (ots)

CARE hat seine humanitäre Arbeit im Irak nach Ende
des Golfkrieges 1991 aufgenommen. Seither war die Hilfsorganisation
im Zentrum und Süden des Landes kontinuierlich präsent. Zwischen 1991
und 1995 arbeitete CARE darüber hinaus auch in den drei nördlichen
Provinzen des Irak. Die Hilfsprojekte konzentrierten sich in diesen
elf Jahren auf die Bereiche Trinkwasser, sanitäre Anlagen, Bildung
und Gesundheit. Größere Programme umfassten den Wiederaufbau von
Wasserversorgung und sanitären Systemen, wie auch die Versorgung von
besonders schwachen Bevölkerungsgruppen und Kinderkrankenhäusern mit
ergänzender und therapeutischer Nahrung.
    
    Heftig debattiert wird in diesen Tagen über die Möglichkeit einer
militärischen Intervention im Irak - mit oder ohne Unterstützung
durch den UN Sicherheitsrat. Aufgrund seiner Kenntnis der derzeitigen
humanitären Verhältnisse hat CARE International ernste Bedenken gegen
die Aussicht eines erneuten Krieges im Irak:
    
    ? Eine umfassende Militäraktion würde eine große Zahl an
Zivilisten in massive Gefahr bringen - insbesondere in dicht
bevölkerten städtischen Regionen. Ebenso könnte sie zur Vertreibung
von Menschen und zur Zerstörung der grundlegenden Infrastruktur des
Landes führen. ? Ein neuer Krieg im Irak trägt das Risiko, die
bestehende humanitäre Krise zu vertiefen und auszuweiten. Jahre der
Entbehrung haben die Bevölkerung bereits extrem geschwächt; ihre
Fähigkeiten, eine weitere Verschärfung der Situation aufzufangen,
sind sehr begrenzt. Die Unterbrechung der Nahrungs- und
Wasserversorgung, der medizinischen Basisversorgung und anderer
grundlegender Dienste, die aus einem Krieg folgen könnte, würde
insbesondere die Kinder - fast 50 Prozent der Bevölkerung - treffen
sowie alte Menschen, Witwen und andere benachteiligte Gruppen der
Gesellschaft. ? Ein ausgedehnter Konflikt könnte die Vertreibung
großer Teile der Bevölkerung nach sich ziehen - innerhalb des Irak
und möglicherweise in Nachbarländer. Dies könnte einschneidende
humanitäre Konsequenzen haben, wenn der Zugang zu Nahrung, Wasser und
medizinischer Versorgung abgeschnitten oder auf andere Weise
unterbrochen würde. ? Eine Militäraktion im Irak könnte immense
Auswirkungen auf den gesamten Mittleren Osten und darüber hinaus
haben - in einer Zeit, die ohnehin durch beträchtliche Instabilität
gekennzeichnet ist. Wir befürchten, dass ein Krieg im Irak die
gesamte Region destabilisieren und den Boden für künftige humanitäre
Krisen anderswo bereiten könnte.
    
    Aus diesen Gründen appelliert CARE an alle beteiligten Parteien,
jedes mögliche gewaltfreie Mittel zu ergreifen, um sicherzustellen,
dass die vom UN Sicherheitsrat verlangten Bedingungen erfüllt werden
und alle nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um das Leben und Wohlergehen
der Bevölkerung im Irak zu schützen.
    
    
    
ots Originaltext: Care
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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