CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Situation in Goma weiter angespannt

    Bonn (ots) -

    Rückkehr von Vulkanopfern verschärft Versorgungslage / Ein Viertel
der Bevölkerung braucht humanitäre Unterstützung / CARE bereitet
Projekte zum Wiederaufbau und langfristige Armutsbekämpfung im Kongo
vor
    
    Drei Wochen nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo in der
Demokratischen Republik Kongo ist die Lage in der Stadt Goma
weiterhin angespannt. Nach der auch von CARE eingeleiteten
Soforthilfe mit Lebensmitteln, Wasser, Decken und Planen benötigen
die Menschen in Goma weitere Unterstützung für die Einrichtung eines
stadtnahen Flüchtlingslagers und den Wiederaufbau der Stadt.
    
    Die meisten der rund 400.000 vor der Naturgewalt geflüchteten
Bewohner sind inzwischen wieder in die von den Lavamassen zerstörte
Stadt zurückgekehrt und leben notdürftig bei Familienmitgliedern oder
Freunden. Bis zu 100.000 Menschen haben bei der Naturkatastrophe im
Kongo ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Über 50.000 Kinder sind ohne
Schulunterricht. Auch das Geschäftszentrum Gomas, ein letzter
wirtschaftlicher Mittelpunkt im Osten des Bürgerkriegslandes, wurde
von den Lavamassen überschwemmt.
    
    Experten befürchten weitere und noch stärkere Vulkanausbrüche in
der Region. Anlass zur Sorge geben die fortdauernden seismischen
Aktivitäten in Goma, die relativ hohe Konzentration von
Kohlenwasserstoffgasen in Teilen der Stadt und neue Risse im Boden.
Für den Fall eines weiteren Ausbruchs lagert CARE vorsorglich
zusätzliche Hilfsgüter in der ruandischen Grenzstadt Gisenyi.
    
    CARE hat bisher in Goma Tausende von Wolldecken, Planen,
Wasserkanistern sowie Essen und Kochgeschirr an Familien verteilt,
die alles verloren haben. Im nahen Flüchtlingslager Ruhengeri in
Ruanda stellte CARE die medizinische Grundversorgung von rund 5.000
Menschen durch eine mobile Ambulanz sicher. Auch dort erhielten sie
Notunterkünfte, Feuerholz und andere lebensnotwendige Güter des
täglichen Bedarfs.
    
    Bereits vor dem Vulkanausbruch in Goma hatte CARE die
Wiederaufnahme seiner Tätigkeit in der Demokratischen Republik Kongo
vorbereitet. Geplant sind unter anderem die Verbesserung der
Wasserversorgung und der sanitären Verhältnisse, die Förderung der
Landwirtschaft und die Bekämpfung von Aids. Neben der Einrichtung
eines Flüchtlingslagers bei Goma und der Beteiligung am Wiederaufbau
der Stadt beabsichtigt CARE, gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk der
Vereinten Nationen (UNICEF) neue Elementarschulen einzurichten.
    
    Von 1994 bis 1997 war CARE im Gebiet um Goma aktiv, um den aus
Ruanda dorthin geflüchteten Überlebenden des Völkermordes zu helfen.
    
    Für die Unterstützung der Vulkanopfer, den Wiederaufbau Gomas und
die langfristige Entwicklungszusammenarbeit in der Demokratischen
Republik Kongo ist CARE auf Spenden aus der Bevölkerung angewiesen:
    
    Spendenkonto 44 040
    Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00)
    Stichwort "Nothilfe Kongo"
    
    Online-Spenden: www.care.de
    
      
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