CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Erster von fünf Hilfskonvois startet nach Kabul
CARE-Pakete mit Lebensmitteln und anderen Hilfsgütern für 20.000 Familien

      Bonn/Kabul (ots) - CARE beginnt am Wochenende mit dem Transport
dringend benötigter Hilfsgüter nach Kabul und in ländliche Gebiete
nördlich der afghanischen Hauptstadt. In Kabul sollen 5.000 der
ärmsten Familien versorgt werden, in den Provinzen Parwan und Kapisa
rund 15.000.
    
    Insgesamt fünf Konvois starten in den nächsten zehn Tagen mit
CARE-Paketen in Richtung Kabul. Von dort aus wird die Verteilung an
intern Vertriebene und Haushalte koordiniert, die nach drei Jahren
Dürre und mehr als zwei Jahrzehnten Krieg besonders auf Hilfe
angewiesen sind.
    
    Jede Familie erhält als Notration zu Beginn des Winters 50 kg
Weizen, 25 kg Hülsenfrüchte, 10 Liter Speiseöl, vier Decken, zwei
Patous (traditionelle Winterkleidung), eine Zeltplane, einen
Wasserkanister, einen Eimer und zwei Pakete Seife. Die ersten zehn
LKW mit einer Ladung von je 25 Tonnen machen sich am Samstag, dem 1.
Dezember, vom pakistanischen Peshawar aus auf den Weg über den
Khyber-Pass und Jalalabad nach Kabul.
    
    "Unsere langjährige Projektarbeit vor Ort erleichtert es uns, die
bedürftigsten Familien zu identifizieren", erklärt Edith Wallmeier,
Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland. Mit einheimischen
Partnerorganisationen führten CARE-Helfer eine Tür-zu-Tür-Befragung
durch. "Besonders kritisch steht es um Menschen, die Angehörige
verloren haben oder deren Heime schwer beschädigt wurden", so
Wallmeier.
    
    Die Provinzen Parwan und Kapisa benötigen auch deshalb dringend
Hilfe, weil diese Gebiete nördlich von Kabul den Taliban als illoyal
galten. Jahrelang schnitt das Regime die Bewohner von jeder
Grundversorgung und allen Handelsmöglichkeiten ab.
    
    Die Sicherheitslage bleibt das größte Problem für
Hilfsorganisationen wie CARE. "Es gibt regelmäßig Berichte von
bewaffneten Banden, die Hilfsgüter stehlen und die humanitäre Arbeit
aufhalten", bedauert Edith Wallmeier. "Trotz dieser Risiken fühlen
wir uns verpflichtet, weiterhin schnell und bedarfsgerecht auf die
Not der Afghanen zu reagieren."
    
    Bereits am Dienstag brachte auch CARE Deutschland gemeinsam mit
dem Arbeiter-Samariter-Bund von Erfurt aus drei Bahncontainer mit
hochkonzentrierter Proteinnahrung auf den Weg. Die humanitäre Fracht
soll über Tadschikistan in den so genannten Hungergürtel
Nordafghanistans gelangen.
    
    Um die Nothilfe für Afghanistan fortführen und intensivieren zu
können, ist CARE Deutschland auf weitere Spenden aus der Bevölkerung
angewiesen.

Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort "Afghanistan"

Online-Spenden: www.care.de

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