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Afghanistan: CARE startet Hilfslieferungen ins Landesinnere
Erster Lastwagenkonvoi bricht am Wochenende von Pakistan aus auf; Zusammenarbeit mit örtlicher Partnerorganisation

    Bonn/Peshawar (ots) - Fünf Lastwagen von CARE, beladen mit hundert Tonnen Weizenmehl und verschiedenen Materialien zum Schulunterricht werden am kommenden Wochenende von der pakistanischen Grenzstadt Khost ins afghanische Landesinnere aufbrechen. Carsten Völz, stellvertretender Nothilfekoordinator von CARE Deutschland: "Die Hilfslieferungen sollen an Not leidende Menschen in den Taliban-kontrollierten Regionen Ghazni, Logar und Wodak gehen. Der Transport erfolgt durch einheimische Unternehmen, um unsere Mitarbeiter vor Ort nicht zu gefährden. Die Verteilung stellen wir gemeinsam mit unserer langjährigen einheimischen Partnerorganisation AREA sicher." Der Konvoi ist gleichsam ein Pilotprojekt - bei erfolgreicher Abwicklung werden ihm umfangreiche weitere Hilfslieferungen folgen.          Der Hilfskonvoi ist nicht die erste humanitäre Aktion von CARE in Afghanistan seit dem 11.September. So hat die Organisation neben der Flüchtlingshilfe in Nachbarländern über die gesamten letzten Wochen verschiedene lebenserhaltende Maßnahmen im Lande selbst aufrechterhalten: In Kabul versorgen einheimische Mitarbeiter 245.000 Frauen, Männer und Kinder mit Trinkwasser und verteilen Nahrungsmittel an 50.000 Witwen und ihre Familien, die andernfalls gezwungen wären zu betteln, um zu überleben. In Dörfern der Provinzen Khost und Gardez besuchen über 5000 Mädchen und Jungen von CARE unterstützte Grundschulen.          Andere Hilfsprojekte musste CARE durch die Ereignisse nach dem 11.September vorläufig unterbrechen - sämtliche internationalen Mitarbeiter wurden evakuiert. Die einheimischen Mitarbeiter der Hilfsorganisation, die seit fast 30 Jahren in Afghanistan tätig ist, haben die genannten Projekte trotz der extrem unsicheren Lage im Land jedoch bislang aufrechterhalten können.          "Die Vorräte sind nun nahezu aufgebraucht, und wenn wir und andere humanitäre Organisationen nicht schnellstens in die Lage versetzt werden, großangelegte Aktionen innerhalb Afghanistans zu starten, wird sich die Situation der Menschen hier dramatisch verschärfen," erläutert Sally Austin, Direktorin des CARE-Afghanistanbüros in Islamabad. "Der Winter steht vor der Tür, und heftige Schneefälle werden Zehntausende Menschen von unserer Hilfe abschneiden. Für die Bevölkerung Afghanistans ist es fünf vor zwölf."

Sobald es die Sicherheitsbedingungen erlauben, wird CARE seine humanitäre Hilfe in Afghanistan in vollem Umfang wiederaufnehmen.

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