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16.01.2013 – 11:32

CARE Deutschland e.V.

CARE: Humanitärer Zugang im Norden Malis muss sichergestellt werden Beinahe 700.000 Kinder von akuter Mangelernährung bedroht

Bonn (ots)

In Folge der jüngsten Kampfhandlungen im Norden Malis ruft CARE alle Akteure dazu auf, den humanitären Korridor zu achten und auszuweiten, damit Hilfsorganisationen dringende Nothilfe in die betroffenen Regionen liefern können. "Der gewaltsame Konflikt hält humanitäre Organisationen wie CARE davon ab, die Bevölkerung zu erreichen", berichtet Claudine Mensah Awute, CARE-Länderdirektorin in Mali. "Die Menschen im Norden von Mali haben ihre letzten Reserven verbraucht, nachdem es im vergangenen Jahr eine schwere Nahrungskrise und politische Konflikte gab. Wir müssen nun schnell lebensrettende Nahrung, Unterkünfte, hygienische Vorrichtungen und medizinische Versorgung bereitstellen."

In den vorausgegangenen neun Monaten haben viele malische Familien aus dem umkämpften Norden in Gastfamilien im Süden Obdach gesucht, nun steigt ihre Zahl täglich. Die meisten der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder. "Die Gastfamilien im Süden können die Flüchtlinge aber nicht für immer versorgen", warnt Awute. "Einige geflohene Familien haben ihre Kinder bereits aus der Schule genommen, um das Geld für eine eigene Unterkunft zu verwenden."

Die Nahrungskrise, die 2012 neben Mali auch andere Länder der Sahelzone traf, ist nicht vorbei. Obwohl im Land wieder mehr Regen gefallen ist, mussten aufgrund der Gewalt viele Bauernhöfe und Felder verlassen werden. "Derzeitige Schätzungen sprechen von rund 660.000 Kindern unter fünf Jahren, die in diesem Jahr unter akuter Mangelernährung leiden werden. Wenn die Kämpfe weitergehen und Menschen dadurch von humanitärer Hilfe abgeschnitten sind, wird der Teufelskreis aus Hunger und Gewalt weitergehen", berichtet die CARE-Länderdirektorin Awute.

CARE arbeitet in Absprache mit lokalen Behörden, dem Welternährungsprogramm und anderen internationalen Partnern, um eine schnelle und effiziente Hilfe für die betroffenen Regionen zu gewährleisten. Das CARE-Nothilfeteam bereitet sich darauf vor, Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter wie Decken, Eimer, Kochuntensilien und Seife zu verteilen. CARE arbeitet auch im benachbarten Niger, um Flüchtlingsfamilien mit dem Nötigsten zu versorgen. Im Norden des Niger führt CARE seit Jahren mit einer lokalen Tuareg-Organisation Projekte durch, die die Bildung, das Einkommen und die Gesundheit der ländlichen Bevölkerung verbessern und damit den Frieden fördern.

In Krisen und Konflikten muss CARE schnell helfen und bittet um Spenden: Spendenkonto 4 40 40 Sparkasse KölnBonn, BLZ 370 50 198, Onlinespenden unter www.care.de/spenden.html

ACHTUNG REDAKTIONEN: Der deutschsprachige CARE-Nothilfeexperte Uwe Korus war zuletzt im November in Mali und steht für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die CARE-Pressestelle.

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Rückfragen bitte an:
CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
Sabine Wilke
Telefon: 0228 / 97563 46
Mobil: 0151 / 147 805 98
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