CARE Deutschland-Luxemburg e.V.

Neues Beben in El Salvador: CARE stellt 100.000 Mark für Soforthilfe bereit
Mehr als 200 Tote
Hunderttausende immer noch obdachlos
Zusätzliche Gefahren durch bevorstehende Regenzeit

    Bonn/San Salvador (ots) - Nach dem zweiten schweren Beben, das in
El Salvador erneut hunderte Todesopfer forderte, stellt CARE
Deutschland 100.000 Mark zur Intensivierung der laufenden humanitären
Unterstützung für das mittelamerikanische Land zur Verfügung. CARE in
El Salvador hat damit begonnen, Decken, Matratzen und Lebensmittel an
die Opfer auszugeben.
    
    "Seit dem Beben vor genau einem Monat sind 200 internationale und
einheimische CARE-Mitarbeiter rund um die Uhr im Einsatz, um
Hilfsprojekte für rund 15 Millionen Mark umzusetzen", berichtet Edith
Wallmeier, Nothilfe-Koordinatorin von CARE Deutschland. "Diese neue
Naturkatastrophe trifft das Land in einer Situation, in der immer
noch ein Sechstel der Bevölkerung obdachlos ist und buchstäblich
nichts mehr besitzt."
    
    Regionen wie Usulutan, San Miguel, Santa Ana, La Libertad und San
Salvador, in denen CARE seit vier Wochen Nothilfe- und
Wiederaufbauprogramme durchführt, haben nach ersten Berichten von
Mitarbeitern erneut schwere Schäden erlitten. Viele Gemeinden sind
wieder isoliert und ohne Wasser, Strom oder Telekommunikation.
Erdrutsche haben Dörfer verschüttet, die bereits betroffen waren.
    
    In Zusammenarbeit mit dem Welternährungsprogramm (WFP) versorgt
CARE zurzeit in der am schwersten verwüsteten Provinz Usulutan 15.000
Familien mit Lebensmitteln. In Absprache mit der salvadorianischen
Regierung soll die Verteilung von Nahrungsmitteln jetzt ausgebaut
werden. 4.600 Notunterkünfte für etwa 23.000 Bewohner, die während
des Bebens im Januar ihre Heime verloren, sollen vor Ende März fertig
gestellt sein. Darüber hinaus errichtet CARE in Koordination mit dem
Bildungsministerium provisorische Klassenräume und baut Schulen
wieder auf.
    
    Zusätzliche Gefahren gehen von der bevorstehenden Regenzeit aus,
die in etwa sechs Wochen beginnt. Nach Ansicht salvadorianischer
Experten könnten schwere Regenfälle in den gelockerten Böden neue
Erdrutsche auslösen und weitere Wasserleitungen zerstören.
    
    Seit 1956 in El Salvador tätig, kooperiert CARE mit der Regierung,
dem Verband der Städte und Gemeinden El Salvadors (COMURES) und
anderen Hilfsorganisationen, um eine umfassende Schadensschätzung
durchzuführen. Gemeinsam werden Projektmodelle entwickelt, die vor
allem den Bedürfnissen der ärmsten Bevölkerungsgruppen zugute kommen
und diese aktiv in den Wiederaufbau einbeziehen.
    
    "Dass zwei so schwere Erdbeben ein Land innerhalb so kurzer Zeit
treffen, ist ungewöhnlich und tragisch", so Wallmeier. "Wir hoffen,
dass das Mitgefühl unserer Bevölkerung für die Überlebenden auch nach
den jüngsten Spendenaufrufen für El Salvador und Indien nicht
nachlässt."
    
    Spendenkonto 44 040 Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort
"Erdbeben Mittelamerika"
    
    Online-Spenden: www.care.de
    
ots Originaltext: CARE
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