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Erdbeben Indonesien: CARE verteilt Wasserkanister, Decken, Tücher und Hygieneartikel "Die ersten Kinder bereits erkrankt" Email-Update aus Indonesien

    Bonn (ots) - Erdbeben Indonesien: CARE verteilt Wasserkanister, Decken, Tücher und Hygieneartikel "Die ersten Kinder bereits erkrankt"

    Montag, 5. Oktober 2009. CARE hat in Indonesien Wasserkanister, Wasserreinigungspakete, Decken, Tücher und Hygieneartikel verteilt. Zusätzlich haben CARE-Mitarbeiter Material ausgeliefert, um Latrinen aufzubauen. "Viele der Überlebenden harren nur mit dem aus, was sie am Leibe tragen," sagt Dr. Anton Markmiller, Hauptgeschäftsführer von CARE Deutschland-Luxemburg. In der zerstörten Region regnet es weiterhin unaufhaltsam. "Menschen schlafen auf der Straße, unter den Trümmern", so Markmiller. "Die ersten Kinder sind bereits erkrankt. Sie brauchen dringend Decken, Moskitonetze, Plastikplanen." Viele Wege und Straßen seien noch immer blockiert. "Wir müssen jetzt all unsere Kräfte darauf konzentrieren, schnell alle Betroffenen zu erreichen." Die Verteilungen fanden in dem stark zerstörten Bezirk und in der Stadt Padang Pariaman statt. "Dort sind viele Wasserquellen verschmutzt oder zerstört. Die Menschen trinken Kokosnusssaft oder Flusswasser. Seuchen oder Krankheiten können daher schnell ausbrechen", so Markmiller weiter. CARE hat ebenfalls in den von Wirbelsturm Ketsana betroffenen Ländern Vietnam, Laos und Kambodscha Nothilfeartikel verteilt. Nähere Informationen dazu finden Sie unter www.care.de CARE ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft (ADH), dem Zusammenschluss renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam schnelle und effektive Hilfe zu leisten. CARE ruft im Verbund mit ADH zu Spenden auf das gemeinsame Spendenkonto auf:

    Spendenkonto: 10 20 30 Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00 Onlinespenden: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

    Anbei ein Email-Update unseres Nothilfekoordinators Adije Fachrurrazi aus Indonesien. Darin beschreibt er die Situation vor Ort und die Herausforderungen, vor denen die Nothilfe steht:

    "Es hat in den letzten sechs Stunden ohne Unterlass geregnet. Schwer geregnet. Die Überlebenden schlafen draußen, sie leben draußen. Sie haben keine Unterkunft und manche schlafen unter den Trümmern. Jeder leidet. Sie sagen zu mir: `Zähle nicht die zerstörten Häuser, zähle lieber die Häuser, die noch stehen. Das geht schneller.` In den meisten Dörfern, die ich sah, stehen nur noch 15 Prozent der Häuser. Manche sind total platt gemacht. Das Dach liegt flach auf dem Boden. Es gab in den letzten Tagen viele Nachbeben, aber heute war es ruhig. Aber dennoch ist jedermann verängstigt, deshalb wird niemand in die noch stehenden Häuser gehen. Unterkunft ist das größte Problem hier. Die Menschen brauchen aber auch Moskitonetze. Mit all dem Regen wird es auch Moskitos und somit Malaria geben. Die ersten Kinder erkranken bereits. Wenn es so weiter regnet, wird es noch schlimmer. Die Menschen brauchen Decken, Moskitonetze und Plastikplanen. Es gibt viele Verwundete, manche liegen noch immer in den Trümmern. Wir haben Schwierigkeiten, die betroffenen Gebiete zu erreichen. Denn die Straßen sind durch Geröll und Erdrutsche blockiert. Unser Team ist heute mit dem Motorrad losgefahren. Wir sind insgesamt 20 Helfer, inklusive Mitarbeiter unserer lokalen Partnerorganisation. Die Zerstörung sieht schlimmer aus, als vor drei Jahren beim Erdbeben in der Stadt Yogyakarta. Wir treffen traumatisierte Menschen, die uns nach Hilfe fragen. Seit dem Beben sind nun sechs Tage vergangen. Doch wir wissen immer noch nicht genau, wie viele Menschen betroffen sind, vor allem in den ländlichen Gegenden. Langsam beginnt man auch, den Geruch verwesender Leichen zu riechen. Die Menschen trinken Kokosnusssaft und Flusswasser. Die Dörfler haben sonst ihr Wasser von den Quellen bekommen, aber die Rohre sind nun zerstört. In der Stadt Padang funktioniert die städtische Wasserversorgung nicht mehr. Doch das Flusswasser ist nicht sauber und die Menschen haben keine Öfen, um das Wasser abzukochen. Sie brauchen sauberes Trinkwasser, sonst brechen hier Seuchen aus. Wir haben bereits 5.000 Menschen mit Verteilungen von Wasserkanistern, Decke, Wasser, Tüchern und Hygieneartikeln geholfen. Aber das war nur ein kleiner Teil, wir müssen noch mehr Betroffene erreichen. Sie haben alles, alles verloren."

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