Ärzte ohne Grenzen

Ärzte ohne Grenzen startet Projekte in Erdbebenregion / Hilfe im indischen und pakistanischen Teil von Kaschmir

    Berlin/Islamabad (ots) - Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat in der Erdbebenregion in Asien erste Hilfsprojekte gestartet. Sowohl auf der pakistanisch als auch auf der indisch verwalteten Seite von Kaschmir leisten die Teams medizinische und psychosoziale Hilfe für die Opfer des Bebens und verteilen Hilfsgüter.

    In der Stadt Muzaffarabad im pakistanischen Teil Kaschmirs unterstützen Helfer von Ärzte ohne Grenzen das Bezirkskrankenhaus. Von der nordöstlich der Hauptstadt Islamabad gelegenen Stadt aus werden verschiedene Teams medizinische Hilfe in den ländlichen Gebieten leisten. „Unsere Hilfsgüter und Teammitglieder haben Muzaffarabad nahe dem Epizentrum des Bebens erreicht“, sagt Isabelle Simpson, Koordinatorin von Ärzte ohne Grenzen in Pakistan. „Die größte Herausforderung ist derzeit, die entlegenen Gebiete zu erreichen.“

    Im indisch verwalteten Teil von Kaschmir konzentrieren sich die Helfer auf die Städte Baramullah und Uri und die Region um Tangdar. Zusätzliche medizinische und logistische Hilfsgüter sind auf dem Weg. Auch das Krankenhaus von Srinagar wird von Ärzte ohne Grenzen unterstützt.

    „Die Klinik in Srinagar hat sehr viele Opfer aus der Region Uri aufgenommen. Ärzte ohne Grenzen hat Verbandsmaterial verteilt und organisiert nun den Transport neuer Medikamente“, sagt Hans van de Weerd, Koordinator von Ärzte ohne Grenzen in Indien. In beiden Teilen Kaschmirs wird Ärzte ohne Grenzen psychosoziale Hilfe für die Opfer des Bebens anbieten, die Familienmitglieder verloren haben. Die Teams konzentrieren sich dabei insbesondere auf Waisenkinder.

    Derzeit sind 25 internationale Mitarbeiter der Hilfsorganisation in beiden Teilen Kaschmirs tätig. In den kommenden Tagen werden weitere Ärzte, Krankenschwestern, Wasser- und Sanitärexperten sowie Psychologen in die zerstörten Gebiete aufbrechen. Medizinische und andere Hilfsgüter werden bereits an verschiedenen Orten verteilt. Mehr Hilfsgüter aus Europa sind auf dem Weg, weitere werden vor Ort beschafft. Dabei handelt es sich vor allem um Kanister, Schlafmatten, Decken, winterfeste Zelte sowie Hygieneartikel und Mittel zur Wasseraufbereitung.

    Ärzte ohne Grenzen bittet ausschließlich um freie Spenden, um die Menschen in Pakistan, Indien und anderen Krisengebieten weltweit medizinisch versorgen zu können.

Weitere Informationen: Pressestelle, Christiane Löll, Svenja Kühnel; 030-22337700, www.aerzte-ohne-grenzen.de

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