FSM e.V.

FSM Jahresbericht 2010 veröffentlicht
Beschwerdeanzahl erreicht Höchststand; Selbstregulierung der Industrie weiterhin auf Erfolgskurs

Berlin (ots) - Der Jahresbericht 2010 der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) wird heute veröffentlicht und ist ab sofort unter http://fsm.de/de/Jahresberichte verfügbar.

FSM-Beschwerdestelle im Jahr 2010

Immermehr Internetnutzer nehmen das Angebot der Internetbeschwerdestelle wahr, illegale und jugendgefährdende Online-Inhalte, wie z.B. Kinderpornografie zu melden. Seit Bestehen der FSM-Beschwerdestelle steigt die Anzahl der Beschwerden stetig an - insgesamt wurden seit 1997 über 16.000 Beschwerden bearbeitet. Im Jahr 2010 sind insgesamt 2.389 Beschwerden eingegangen. Dabei sind Beschwerden über Kinderpornografie im Vergleich zu 2009 um 6 % auf 29 % leicht zurückgegangen. Der Anteil rechtsradikaler Inhalte liegt wie im Vorjahr weiter bei 5 %. Etwa 17 % aller Beschwerden richteten sich gegen Angebote aus Deutschland, im Vorjahr waren es noch 35 %. Rund 40 % aller Inhalte betraf Webseiten, die in den USA betrieben werden. Das Problem der Einspeisung von illegalen Internetinhalten von im Ausland liegenden Servern adressiert die FSM über die Zusammenarbeit mit internationalen Stellen wie dem Verbund von Beschwerdestellen INHOPE, um die Ausbreitung von kinderpornografischen Inhalten international effektiv zu bekämpfen. Die Beschwerdestelle der FSM unter http://fsm.de/de/Beschwerdeformular oder die gemeinsam mit eco betriebene www.internet-beschwerdestelle.de kann jeder Internetuser kostenlos nutzen.

Technischer Jugendmedienschutz als Erfolgsmodell

FSM-Vorstandsvorsitzende Gabriele Schmeichel: "Im Jahr 2010 konnte die FSM mit ihrer Arbeit zeigen, dass das Instrument der Selbstregulierung im Jugendschutz ein Erfolgsmodell ist. Auch nach Scheitern des JMStV ist die FSM davon überzeugt, dass technischer Schutz durch Jugendschutzprogramme ein wichtiger Faktor bei der sicheren Heranführung von Kindern an das Netz ist". Die FSM hat im vergangenen Jahr eine umfangreiche Marktanalyse von vorhandenen Schutzfiltern durchgeführt. Die Ergebnisse haben den Anerkennungsprozess von Jugendschutzprogrammen einen entscheidenden Schritt vorangebracht. Die Selbstklassifizierung durch die Anbieter ist eine weitere bedeutende Säule für den Erfolg von Jugendschutzprogrammen. Die FSM arbeitete 2010 intensiv an der Erarbeitung eines Altersklassifizierungstools, welches Anbieter bei der Einstufung ihrer Inhalte unterstützt.

Kinder kompetent aufklären - Relaunch der Internauten

Kinder müssen lernen sich kompetent in der Medienwelt zu bewegen. Die FSM engagiert sich daher in umfangreicher Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern. Auf der Kinderinternetseite www.internauten.de , einem gemeinsamen Projekt der FSM, dem Deutschen Kinderhilfswerk und Microsoft Deutschland, erhalten Kinder auf spielerische Weise alle wichtigen Informationen zum Thema IT-Sicherheit. Die Website wurde gerade komplett gestalterisch und inhaltlich überarbeitet. Grundschüler erfahren in interaktiven Comic-Episoden und Spielen, wie man sich vor den Gefahren im Netz schützen kann. Außerdem wurde das Projekt um das Printmagazin Klix, bestellbar für Grundschulklassen, erweitert. Weiterhin gibt es begleitend auch den Internauten-Medienkoffer als Lehrmaterial für Grund- und weiterführende Schulen.

Über die FSM

Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) ist die anerkannte Selbstkontrolleinrichtung für den Bereich Telemedien. Der Verein engagiert sich maßgeblich für den Jugendmedienschutz - insbesondere die Bekämp-fung illegaler, jugendgefährdender und entwicklungsbeeinträchtigender Inhalte in Online-Medien. Dazu betreibt die FSM eine Beschwerdestelle, an die sich jedermann kostenlos wenden kann, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden. Die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern gehören zu den weiteren Aufgaben der FSM.

Pressekontakt:

FSM e.V., Katja Lange, Spreeufer 5, 10178 Berlin; Tel.: 030 24 04 84
- 43, lange@fsm.de

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