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WWF-Aktion: "Mit dem Fisch stirbt der Ozean" EU-Konferenz in Bremen: WWF fordert Umkehr in der Meeres- und Fischereipolitik

Bremen (ots)

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Interviewanfragen richten Sie bitte an: Ralph Kampwirth, Tel. 
0162-2914473
Fotos und TV-Footage zu Meeresthemen: WWF-Bildstelle, Tel. 
069-79144152
Die WWF-Forderungen zur EU-Meerespolitik unter www.wwf.de/manifest
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Mit einem riesigen Kabeljau-Skelett protestiert der WWF zum 
Auftakt der am Mittwochabend beginnenden EU-Meereskonferenz in Bremen
gegen die Ausbeutung der Ozeane. Die Umweltschützer fordern den 
Präsidenten der Europäischen Kommission, Manuel Barroso, und 
Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer radikalen Neuorientierung auf.
"Überfischt, verschmutzt, ausgebeutet und verbaut - Europas Meere und
Küsten stehen am Scheideweg. In der EU wird viel von Meeresschutz 
geredet, aber zu wenig gehandelt. Das muss sich ändern, sonst ist es 
für unsere Ozeane zu spät", so WWF-Meeresexperte Stephan Lutter.
Das Fisch-Skelett hat der britische Künstler Richard Sharples aus 
alten EU-Verordnungen gebaut. "Mit dem Fisch stirbt der Ozean", warnt
ein Banner des WWF. "Der Kabeljau ist ein drastisches Beispiel für 
das Scheitern der Brüsseler Politik. Die Lippenbekenntnisse und 
Beschlüsse der letzten Jahrzehnte haben nichts daran geändert, dass 
der Kabeljau in der Nordsee vor dem Kollaps steht", so Lutter. Die 
europäischen Fischbestände sind bis zu 80 Prozent überfischt. Bremer 
Schulkinder kleben während der Aktion Bilder auf die Skulptur, mit 
der sie ihre Wünsche und Sorgen zur Zukunft der Meere ausdrücken. 
"Unsere Kinder haben ein Recht auf gesunde Meere", erklärt Lutter.
Politiker und Experten diskutieren in Bremen bis zum kommenden 
Freitag über die zukünftige EU-Meerespolitik. Dabei werde der 
Naturschutz allerdings sträflich vernachlässigt. "Die Umwelt hat hier
nur eine Alibifunktion, wirtschaftliche Interessen stehen im 
Vordergrund", sagt Stephan Lutter. Der WWF fordert ein Netzwerk von 
Schutzgebieten. In allen anderen Meeresregionen müsse die Nutzung der
maritimen Ressourcen besser koordiniert und stärker begrenzt werden: 
"Im Moment gleichen Meere und Küsten noch immer einem 
Selbstbedienungsladen, wo jeder nach Gusto zugreift - im Zweifel auch
gegen geltende Gesetze", kritisiert Lutter. Als Beispiel nennt der 
WWF-Experte den massiven illegalen Fischfang der EU-Flotte auf den 
Roten Tunfisch im Mittelmeer und die Zerstörung von 
Kaltwasserkorallenriffen durch die Fischerei mit Bodenschleppnetzen 
im Atlantik.
Der mangelnde Respekt vor den maritimen Lebensräumen zeige sich 
auch an der deutschen Küste, kritisiert der WWF. Die geplanten 
Ölbohrungen im Nationalpark Wattenmeer seien unakzeptabel. Auch in 
der Hafenpolitik koche bislang jeder sein eigenes Süppchen. Durch 
weitere Vertiefungen für die größten Containerschiffe der Welt drohe 
die Zerstörung der ökologisch wertvollen Flussmündungen von Elbe und 
Weser. Die Bundesländer müssten in der Hafenpolitik kooperieren und 
sich auf einen gemeinsamen Tiefwasserhafen einigen, um Elbe und Weser
zu retten, fordert der WWF.

Pressekontakt:

Weitere Informationen:

Ralph Kampwirth, WWF-Pressestelle, Tel. 0162-2914473
Fax: 069 / 79 144 116

Original-Content von: WWF World Wide Fund For Nature, übermittelt durch news aktuell

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