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03.06.2004 – 08:57

WWF World Wide Fund For Nature

Warten auf den „Sonnenkönig“ - WWF zieht Halbzeitbilanz bei der renewables 2004

    Bonn (ots) 3.6.2004 - Positive Signale aus einem „Land der aufgehenden Sonne“ erkennt der WWF im so genannten Aktionsprogramm, das derzeit auf der internationalen Konferenz für erneuerbare Energien in Bonn diskutiert wird. Die Naturschutzorganisation begrüßt insbesondere die Ankündigungen der Philippinen. Das Land will seinen Anteil an erneuerbaren Energien erheblich ausbauen. „Dies ist einer der wenigen Lichtblicke im Programm. Auf ähnlich ehrgeizige Signale aus der EU warten wir bislang vergeblich“, kritisiert Jennifer Morgan, Delegationsleiterin des WWF auf der „renewables 2004“ die zögerliche Haltung der Europäer. Der WWF fordert, den Anteil der erneuerbaren Energien bei der Strom- erzeugung in der EU bis 2020 auf mindestens 25 Prozent auszubauen.

    Die Philippinen gehen weit darüber hinaus. Das Land will in den nächsten zehn Jahren den Anteil der regenerativen Energien verdoppeln. 2013 sollen 40 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Die Philippinen setzen dabei vor allem auf die Geothermie. Schon jetzt ist das asiatische Land nach den USA weltweit der zweitgrößte Produzent von geothermischer Energie.

    Im Gegensatz zu den Zusagen aus Fernost werden die Ankündigungen der Weltbank, bei der Förderung der erneuerbaren Energien jährlich 20 Prozent zuzulegen, vom WWF mit Enttäuschung aufgenommen. „Die Pläne hören sich zunächst ehrgeizig an, sind aber für eine Organisation, die sich als Vorreiter der globalen Entwicklungspolitik versteht, eher bescheiden“, so Jennifer Morgan. Die Zusage der Banker bleibe weit hinter den Möglichkeiten der Organisation zurück. Nach wie vor fließe der Löwenanteil der Finanzmittel in fossile Energien.

    Der WWF hofft dennoch, dass von der der Bonner Konferenz nicht nur in Asien, sondern auch in anderen Teilen der Welt Impulse ausgehen. Am Donnerstag wird Bundeskanzler Schröder auf der „renewables“ erwartet. „Der Kanzler kann zum Sonnenkönig der Konferenz werden, dafür muss er aber mehr leisten als alte Versprechen zu erneuern“, so der WWF. Von Bonn müsse ein klares Signal ausgehen, dass künftig der größte Teil der Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen werde. „Sonntagsreden bringen uns nicht weiter.“ Es sei Aufgabe des Gastgebers sicher zu stellen, dass bei der Konferenz eine ehrgeizige Deklaration mit konkreten Zielen und einem überprüfbaren Zeitplan herauskomme.

ots-Originaltext: WWF World Wide Fund For Nature

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Kontakt:
Jörn Ehlers
WWF World Wide Fund For Nature
Telefon: 0171 544 01 44
Email: ehlers@wwf.de

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