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11.09.2003 – 11:48

WWF World Wide Fund For Nature

Weltparkkongress in Durban, Südafrika: Mehr Euros für den Tropenwald
WWF fordert langfristige Unterstützung aus Deutschland für tropische Naturschutzgebiete

    Frankfurt am Main (ots)

Anlässlich des Weltparkkongresses, der
bis zum 17. September in Durban, Südafrika, stattfindet, fordert der
WWF das deutsche Bundesentwicklungshilfeministerium dazu auf, seine
Unterstützung für ein globales Netzwerk von Naturschutzgebieten zu
verstärken und die Entwicklungsländer bei der langfristigen Sicherung
dieser Gebiete zu unterstützen. Der WWF fordert, über die üblichen
kurzfristigen Finanzierungen von Naturschutzprojekten hinaus
zusätzliche Mittel für so genannte Umweltfonds zur Verfügung zu
stellen. Diese Fonds können nach Ansicht der Umweltschützer durch
ihre Zinseinnahmen die Betriebskosten von Schutzgebieten dauerhaft
tragen und damit langfristig sichern. Doch Geld alleine genügt den
Umweltschützern nicht: In den meisten afrikanischen Schutzgebieten
müsse die Verwaltung grundlegend verbessert werden, sodass
Umweltschutz auch tatsächlich umgesetzt werden könne. Uwe Klug,
WWF-Delegierter in Durban: "Schutzgebiete müssen effektiver als
bislang üblich verwaltet werden. Dazu brauchen wir mehr Geld - auch
aus Deutschland. Die Regierungen in Afrika sind meist nicht in der
Lage, ausreichende Mittel für den Schutz von Nationalparken
bereitzustellen."
    
    Afrikanische Nationalparke sollten soweit gebracht werden, dass
sie einen Teil ihrer Betriebskosten zum Beispiel durch nachhaltigen
Tourismus oder durch umweltgerechte Bewirtschaftung der natürlichen
Ressourcen selbst tragen können. Zwar gibt es nach Ansicht des WWF
Länder, wie zum Beispiel Namibia, die ihre Naturschutzgebiete durch
Einnahmen aus dem Tourismus finanzieren können. Doch in den meisten
afrikanischen Staaten - vor allem in den für die Artenvielfalt
bedeutenden Tropenwaldländern - müssten ähnliche Maßnahmen von außen
durch entsprechende Finanzspritzen angeschoben und abgesichert
werden. "Öffentliche Institutionen wie das
Entwicklungshilfeministerium investieren meist nur in
Feuerwehrmaßnahmen, um zu retten, was noch zu retten ist. Wenn wir
unsere Umwelt aber auch für künftige Generationen sichern wollen,
dann müssen Schutzgebiete langfristig unterstützt werden", so Uwe
Klug.
    
    Auch deutsche Unternehmen sollten nach Ansicht des WWF ihrer
Verantwortung für den Umweltschutz stärker als bisher nachkommen. Der
WWF und die Krombacher Brauerei sind dazu bereits im Juni mit gutem
Beispiel vorangegangen und haben gemeinsam eine Stiftung zum Schutz
des Regenwaldes ins Leben gerufen. Das Grundkapital stammt aus einer
Kampagne der Brauerei, die ihre Werbung im vergangenen Sommer an ein
Naturschutzprojekt in Zentralafrika gekoppelt hatte. Dadurch kam
bislang rund eine Million Euro für den Schutz des Tropenwalds
zusammen. Die Einnahmen aus der Aktion fließen als Grundkapital in
einen Umweltfonds, aus dessen Erlösen der WWF laufende Kosten
bestreitet -  zum Beispiel für die Ausrüstung und Ausbildung von
Wildhütern im Dzanga Sangha-Tropenwald.
    
    
ots Originaltext: WWF
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Tel.: 069/79144-140

In Durban vor Ort:
Uwe Klug,
Fachbereich Wald WWF Deutschland,
Tel.: 0027/82 85 83 744

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