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23.08.2002 – 09:36

WWF World Wide Fund For Nature

Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung: Raus aus den Fluten, rein in den Klimaschutz
WWF fordert: Deutschland soll Führungsrolle in Johannesburg übernehmen

    Frankfurt (ots)

Kurz vor Beginn des Weltgipfels in Johannesburg
schrillen die Alarmglocken der Natur: Dürren im südlichen Afrika,
dramatische Überflutungen in Deutschland, China und Vietnam,
anhaltende Trockenheit und Waldbrände in den USA. Angesichts der
aktuellen Naturkatastrophen und ihrer verheerenden Folgen für die
betroffenen Menschen fordert der WWF die Regierungen der Welt auf,
verbindliche Maßnahmen zur Armutsbekämpfung und zum Schutz der
Umwelt, insbesondere des Klimas, zu verabschieden.
    
    "Die derzeit weltweit wütenden Naturkatastrophen sind
überdeutliche Warnsignale dafür, dass wir mit unserem Planeten
sorgsamer umgehen müssen", warnt Dr. Bernhard Bauske, WWF-Delegierter
auf dem Weltgipfel. "Johannesburg wird zeigen, ob die Staatschefs die
Warnungen verstanden haben, oder ob die Politiker weiterhin in
unverbindlichen Absichtserklärungen schwelgen." Bereits zwei Tage vor
dem offiziellen Beginn am Montag verhandeln die Delegierten einen
Maßnahmenkatalog, der für die nächsten zehn Jahre skizzieren soll,
wie nachhaltige Entwicklung weltweit vorangebracht werden muss. Das
bisher im Entwurf vorliegende Dokument ist nach Ansicht des WWF
völlig ungeeignet, verbindliche Maßnahmen für eine gerechte und
umweltverträgliche Entwicklung aufzuzeigen.
    
    Der WWF erwartet, dass die Europäische Union und insbesondere die
Deutsche Delegation eine Führungsrolle einnimmt. "Wir dürfen nicht
weiter blind und untätig von Umweltkatastrophe zu Umweltkatastrophe
taumeln", so Bauske. "Die Politiker müssen begreifen, dass es bei dem
Gipfel in Johannesburg um die Sicherung eines lebenswerten Planeten
für unsere eigenen Kinder geht."
    
    Beim Klimaschutz fordert der WWF, dass bis zum Jahr 2010 weltweit
die Energieproduktion aus umweltverträglichen Energieträgern wie
Sonne und Wind von derzeit zwei auf zehn Prozent gesteigert werden
muss. "Raus aus den Fluten, rein in den Klimaschutz - muss die Devise
für die Regierungschefs lauten", so Bauske. "Erst wenn wir den
Ausstoß von Treibhausgasen weltweit dramatisch senken, kann der
Klimawandel verlangsamt werden. Und das kann vielen Menschen das
nackte Überleben sichern." Des weiteren hält der WWF Abkommen für ein
länderübergreifendes Management von großen internationalen Flüssen
für dringend notwendig, damit Auswirkungen von Überflutungen
entschärft werden und sauberes Trinkwasser für alle Menschen
gesichert wird. Die Wasserverschwendung beim Trinkwasser oder in der
Landwirtschaft müsse laut WWF drastisch eingeschränkt werden.
    
    Weitere Informationen:
    
    Hintergrundinformationen zum Gipfel im Internet unter www.wwf.de
    Jörn Ehlers, Pressestelle, Tel. 0 69/7 91 44-1 45
    
    Der WWF ist in Johannesburg mit einer internationalen Delegation
vertreten. Ansprechpartnerin in Johannesburg ist Ulrike Hellmessen,
ab 23.8.02 erreichbar unter + 27 828 5885 17
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


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