WWF World Wide Fund For Nature

Europa erwärmt sich für den Klimaschutz

    Frankfurt (ots) - WWF-Umfrage: Europäische Bürger wollen
Kyoto-Protokoll auch ohne die USA
    
    Kyoto bekommt in Europa mehr und mehr Unterstützung: Wie eine vom
WWF in Auftrag gegebene Umfrage in Belgien, Italien, Spanien und
Großbritannien zeigt, fordern die Bürger, dass ihre Regierungen das
Kyoto-Protokoll auch ohne die USA in Kraft setzen. "Dies ist ein
wichtiges Signal für das Treffen der Regierungen mit Georg W. Bush in
Göteborg am 14. Juni," freut sich Regine Günther, Klimaexpertin beim
WWF Deutschland.
    
    89 Prozent der befragten Spanier sind der Meinung, dass ihr Land
sich in seiner Klimapolitik nicht von der Entscheidung der USA
beeinflussen lassen sollte, die anderen Länder folgen mit wenig
Abstand. Außerdem sind die Befragten der Meinung, dass führende
Industrieländer wie Japan und Kanada die EU auf diesem Weg
unterstützen sollten. Zusätzlich fordern die Teilnehmer von ihren
Regierungen, mehr im eigenen Land zu tun, um den Ausstoß
klimaschädlicher Substanzen zu reduzieren (zwischen 77,6 Prozent in
Belgien und 95,7 Prozent in Spanien).
    
    "Europas Politiker können dieses Ergebnis nicht ignorieren", sagt
WWF-Expertin Günther, "Nie war die Unterstützung durch die
Öffentlichkeit für Kyoto größer als heute." Wenn sich die Europäer
weiterhin in ihrer Entscheidung von den USA abhängig machten, dann
sei das als ob man Bush für seine Energiepolitik belohnen würde.
    
    Seit Präsident Bushs Amtsantritt, lehnt er das Kyoto-Protokoll
rundweg ab. Versprechen, die Schadstoffemissionen amerikanischer
Kraftwerke zu reduzieren, sind vergessen. Im Gegenteil, Bush hat
einem Energieplan zugestimmt, der dafür sorgen kann, dass der
Kohlendioxid-Ausstoß der USA im Jahr 2020 um 50 Prozent höher liegen
wird als 1990.
    
    "Das Kyoto-Protokoll kann auch ohne die USA zu einem Erfolg
führen", so die Klimaxpertin des WWF, "Die EU sollte sich für eine
Ratifizierung zur Not auch ohne die USA entscheiden. Die Bürger sind
besorgt wegen der Klimaveränderungen. Sie fordern mehr Taten und
weniger Reden von ihren Regierungen."
    
    
    
ots Originaltext: WWF Deutschland
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Weitere Informationen:
Regine Günther,
Leiterin Klimaschutz und Energiepolitik,
WWF Deutschland,
Tel: 069-791 44-177

Anja Wieland,
Pressestelle WWF Deutschland,
Tel: 069-791 44-214

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