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18.09.2003 – 15:36

Medienfachverlag Oberauer GmbH

Macht die WAZ Geschäfte mit der Balkan-Mafia?

    Salzburg/Wien (ots)

Im Streit um die "Kronen Zeitung" in Österreich steigt nun Michael Dichand ein - und er erhebt schwere Vorwürfe gegen den Geschäftspartner seiner Familie in Österreich, die WAZ.

    In der heute erschienenen Ausgabe des "Österreichischen Journalist" erhebt Michael Dichand, 41, der jüngste Sohn von "Kronen Zeitungs"- Gründer Hans Dichand, 82, schwere Vorwürfe gegen die WAZ, die mit 50 Prozent an der größten und einflussreichsten österreichischen Tageszeitung beteiligt ist. Die WAZ macht am Balkan Geschäfte mit der Mafia, behauptet Dichand - wissentlich, fortgesetzt und im großen Stil.

    Seit Beginn dieses Jahres hat Dichand am Balkan recherchiert, hat mit den Gegnern der WAZ Informationen ausgetauscht, hat sich mit Leuten verschiedenster Nachrichtendienste eingelassen und hat eine Menge Geld ausgegeben, um an schriftliche Beweise zu kommen.

    Dichand zum Kern seiner Recherchen: Die WAZ wickelt ihre Geschäfte in Kroatien über die Europa Press Holding (EPH) ab. An dieser ist maßgeblich die GRUPO beteiligt, hinter der wiederum die Balkan-Mafia steckt. Auf Grund eines Geheimvertrages ist die GRUPO inzwischen an allen WAZ-Geschäften am Balkan mitbeteiligt. Politisch besonders sensibel: Über die WAZ sind die "politischen Erben der ultrarechten Tudjman-Regierung" (M. Dichand) nun auch versteckt Miteigentümer an Politika, dem größten serbischen Verlagshaus. Kritisch hinterfragt Dichand auch die Tendenzschutzregelung, die die WAZ in Deutschland für sich beansprucht und damit laut Dichand auch Raum für Spekulationen über die politische Dimension in Deutschland eröffnet.

    Dichand zum Ziel seines Angriffes: Die Familie Dichand will die WAZ zwingen, die geschlossenen Verträge einzuhalten. Wenn nicht, will man die WAZ schnellstens loswerden.

    Mit der Bestellung von Christoph Dichand, dem ältesten Sohn der Familie, zum Chefredakteur Anfang dieses Jahres ist der seit längerer Zeit schwelenden Streit dramatisch eskaliert. Die WAZ lehnt Christioph Dichand als Chefredakteur ab und wirft diesem vor, seinen Job für seine persönlichen Geschäfte zu missbrauchen. Vater Dichand besteht allerdings darauf, seinen ältesten Sohn in dieser Position als seinen Nachfolger zu haben.

    Inzwischen ist auf beiden Seiten die Tonart härter geworden. "Wenn wir die Vertragsbrecher los sind, werden wir unsere Anteile oder die Anteile, die dann frei werden an unsere Leser verkaufen", sagt Michael Dichand im "Journalist".


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