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WDR-Chefredakteurin Mikich traut Google und Twitter nicht
"Nachrichten nicht aus der Hand geben"

Frankfurt am Main (ots) - WDR-Fernseh-Chefredakteurin Sonia Seymour Mikich ist für eine klare Trennung zwischen Technologie-Konzernen und Medienunternehmen. "Die Netzgiganten steigen in die Nachrichtenproduktion ein - in das Kerngeschäft des WDR. Das dürfen wir nicht aus der Hand geben und Algorithmen überlassen", fordert sie in einem regionalen Spezial des "medium magazin", "Köln-Bonn intern". Mikich sieht den Druck durch Google, Twitter und andere Konzerne wachsen, sie investierten zunehmend in Deutschland. Zuletzt hatte Google angekündigt, 150 Millionen Euro in eine Kooperation mit europäischen Verlagen zu stecken.

Mikich ist jedoch überzeugt, dass Journalisten heute und auch im Jahr 2030 den Journalismus besser können als die Online-Unternehmen. "Unser Journalismus muss ein anderer sein als der von Google News. Wir werden nicht Baustein einer industriellen Fertigungsstraße sein", erläutert Mikich ihre Zukunftsvision für den WDR. "Wir werden nicht nur Informationen sammeln. Wir verarbeiten sie." Die Inhalte sieht sie dabei ausdrücklich nicht nur im Netz, sondern auch lange noch im guten alten TV. "Wir sind immer wieder überrascht, wie viele Stunden am Tag die Menschen fernsehen. Deswegen glaube ich nicht, dass der Fernsehkonsum rapide abnehmen wird."

Mikichs "Traum vom WDR" im Jahr 2030 ist veröffentlicht im 24-seitigen Spezial über die Medienregion "Köln-Bonn intern" des aktuellen "medium magazin" 05/2015. Darin kommt auch RTL-Anchorman Peter Kloeppel zu Wort, der 2016 seit 30 Jahren für den Kölner Sender arbeitet. Thomas Lückerath, Gründer von DWDL gibt einen Überblick der rheinischen Medienszene. Sylvia Binner vom Bonner "General-Anzeiger" diskutiert mit Moderatoren-Legende Carmen Thomas. Und Prominente Journalisten wie Deutsche Welle-Intendant Peter Limburg oder Birgit Wentzien, Chefredakteurin des DLF, verraten ihre Szene-Tipps - und eine Karte listet die Treffpunkte der Medienstädte Köln und Bonn auf.

"medium magazin" ist für alle Geräte im iKiosk verfügbar: http://bit.ly/medium-ePaper. Gedruckte Einzelhefte und Probeabos können über vertrieb@mediummagazin.de geordert werden.

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annette.milz@mediummagazin.de

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