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BGA: Entwicklung der Großhandelsumsätze ein Grund zu Hoffnung

    Berlin (ots) - "Wir stehen jetzt an der entscheidenden Wegkreuzung: Die positive Entwicklung der Großhandelsumsätze im April in Höhe von 1,6 Prozent und das noch sehr, sehr zarte Pflänzchen Konjunktur dürfen nun nicht durch überzogene Tarifabschlüsse und schlechte Stimmung bereits wieder zunichte gemacht werden." Dies erklärt Anton F. Börner, Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), in Berlin zu den heute veröffentlichten Großhandelszahlen des Statistischen Bundesamtes.          Laut Börner gilt es nun, zunächst die Rückstände der vergangenen Monate im Vergleich zum Vorjahr wettzumachen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2002 wurden nominal 3,6 Prozent und real 3,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum umgesetzt.          Der Großhandel nimmt 65 Prozent der deutschen Industrieproduktion ab und hat im Vertrauen auf einen beginnenden Konjunkturaufschwung bereits kräftig investiert, so Börner. Zugleich befinden sich unsere wichtigsten Kunden, das Handwerk und der Einzelhandel, weiterhin in einer äußerst schwierigen Situation.

    "Nun ist die Politik gefordert: Eine neue Bundesregierung muss die
wirtschaftliche Leistungsfähigkeit deutlich stärken und die Belastung
durch Steuern und Sozialabgaben endlich verringern, um damit den
Konsum anzuregen und Spielraum für verträgliche und
beschäftigungsfreundliche Tarifabschlüsse zu schaffen", erklärt
Börner.
    
    Mit einem Anstieg um nominal (in jeweiligen Preisen) 1,6 Prozent
und real (in konstanten Preisen) 2,4 Prozent erzielte der Großhandel
in Deutschland im April 2002 erstmals seit Juli 2001 wieder einen
nominal und real höheren Umsatz als im entsprechenden Vorjahresmonat.
Kalender- und saisonbereinigt wurde im April 2002 nominal 0,8 Prozent
mehr als im März 2002 abgesetzt.
    
    Im April 2002 erzielten vier Branchen des Großhandels nominal und
real höhere Umsätze als im April 2001: der Großhandel mit Gebrauchs-
und Verbrauchsgütern (nominal + 4,1 Prozent, real + 5,0 Prozent), der
Großhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren (nominal +
2,4 Prozent, real + 2,2 Prozent), der Großhandel mit Maschinen,
Ausrüstungen und Zubehör (nominal + 1,7 Prozent, real + 0,8 Prozent)
und der Großhandel mit landwirtschaftlichen Grundstoffen und lebenden
Tieren (nominal + 1,3 Prozent, real + 4,2 Prozent). Nur der
Großhandel mit Rohstoffen, Halbwaren, Altmaterial und Reststoffen lag
nominal (- 0,3 Prozent) unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats,
real wurde ein Umsatzplus von 1,4 Prozent erreicht.
    
    
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