Gruner + Jahr GmbH & Co KG

Vorstand von Gruner + Jahr beschließt neue strategische Ausrichtung - Ausstieg aus dem Regionalzeitungsgeschäft - Verkauf der Berliner Zeitungsaktivitäten an Verlagsgruppe von Holtzbrinck

    Hamburg (ots) - Der Vorstand von Gruner + Jahr hat als Ergebnis eines Strategieprozesses eine neue Ausrichtung beschlossen. Gruner + Jahr wird sich zukünftig darauf konzentrieren, vorrangig in den angestammten Märkten im Zeitschriftengeschäft und den damit verbundenen Druckereien seine führenden Marktpositionen auszubauen und zu verstärken. Dazu sind in den nächsten Jahren umfangreiche Investitionen mit Schwerpunkt in den Kernmärkten Deutschland, Frankreich und den USA geplant. Diese beinhalten sowohl die Einführung neuer Titel als auch gezielte Akquisitionen. Gruner + Jahr ist schon heute das führende internationale Verlagshaus und erwirtschaftet mehr als 60 Prozent seines Umsatzes außerhalb Deutschlands. Im Rahmen einer intensiven Analyse der Marktsegmente wurden die Prioritäten für die Marktaktivitäten der nächsten Jahre festgelegt.

    Die zur Umsetzung dieser Strategie notwendigen Mittel generiert Gruner + Jahr durch operative Exzellenz und strategische Entscheidungen. In den Geschäftsfeldern bedeutet dies die ständige und nachhaltige Verbesserung der Ergebnisqualität. Aufgrund eines bereits vor einem Jahr eingeleiteten Anpassungsprogramms erreicht Gruner + Jahr trotz rückläufiger Umsätze in einem weiterhin stark rezessiven Werbemarkt bereits im Jahr 2002 vor vielen anderen Verlagen eine deutliche Ertragswende.

    Darüber hinaus werden strategische Portfoliomaßnahmen angestrebt, die den Investitionsspielraum von Gruner + Jahr für die kommenden Aufgaben erweitern und eine weitere Fokussierung des Managements ermöglichen. In diesem Zusammenhang wurde auch der Ausstieg aus dem deutschen Regionalzeitungsgeschäft beschlossen. Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND ist als überregionale Zeitung von dieser Entscheidung nicht betroffen.

    Die Berliner Zeitungsaktivitäten werden an die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck veräußert. Diese Entscheidung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Gruner + Jahr Gremien. Gespräche über die Optionen für die Regionalzeitungsgruppe in Dresden (SÄCHSISCHE ZEITUNG, SÄCHSISCHE MORGENPOST) führt Gruner + Jahr ohne Zeitdruck. Auch deren Ergebnisse werden innerhalb der nächsten Monate den Gremien zur Entscheidung vorgelegt.

    Das Regionalzeitungsgeschäft weist nur geringe Synergien zu den Zeitschriftengeschäften von Gruner + Jahr auf. Ein weiterer Ausbau des Zeitungsgeschäftes würde darüber hinaus hohe finanzielle Ressourcen binden, die zur Realisierung der internationalen Expansion und beim Ausbau der Stammgeschäfte notwendig sind.

    Die Regionalzeitungen von Gruner + Jahr befinden sich jeweils in einer guten Marktposition. Die BERLINER ZEITUNG ist journalistisch erfolgreich und erreicht weit über den Metropolmarkt Berlin hinaus höchste Anerkennung. Die BERLINER ZEITUNG ist unverändert die reichweitenstärkste Abozeitung im hart umkämpften Berliner Markt, die Zeitungsaktivitäten insgesamt (BERLINER KURIER, TIP, BERLINER ABENDBLATT und BERLIN ONLINE) sind trotz deutlicher Umsatzeinbrüche wirtschaftlich kerngesund. Die SÄCHSISCHE ZEITUNG ist in ihrem Regionalmarkt unangefochten, die meistzitierte Regionalzeitung in den neuen Bundesländern und nachhaltig ertragsstark.

    Der Gruner + Jahr Vorstandsvorsitzende, Dr. Bernd Kundrun, zu den neuen Prioritäten: "Um unsere ehrgeizigen Ziele für die Gruner + Jahr Kernmärkte und -segmente zu erreichen, wollen wir uns auf das Wesentliche konzentrieren. Die Entscheidung zum Ausstieg aus dem deutschen Regionalzeitungsgeschäft ist nach einer fundierten Strategiediskussion und Meinungsbildung im Vorstand von Gruner + Jahr der richtige Schritt. Aufgrund des ständigen Austausches mit den Gesellschaftern von Gruner + Jahr gehen wir davon aus, dass diese die neue Ausrichtung sowie die daraus zu entwickelnden Einzelschritte unterstützen. Die Entscheidung fällt uns dennoch nicht leicht, denn mit diesem umfassenden Strategiewechsel geht auch der Abschied von Titeln und Aktivitäten einher, für die sich der Vorstand und alle Mitarbeiter über viele Jahre stark engagiert haben. Für das enorme Engagement der Kolleginnen und Kollegen in den Regionalzeitungen bedanke ich mich sehr."

    Achim Twardy, Gruner + Jahr Zeitungsvorstand: "Die Regionalzeitungen von Gruner + Jahr sind in guter Verfassung. Ihre Macher und Mitarbeiter in Redaktionen und Verlagen haben es verstanden, trotz der sich verschlechternden Rahmenbedingungen die Blätter journalistisch weiter zu entwickeln und Marktumsätze und Ergebnisse auf einem sehr guten Niveau zu halten. Dafür spreche ich ihnen allen meine ausdrückliche Anerkennung aus. Wir haben in den letzten Monaten alle Kooperationsansätze mit anderen Verlagsgruppen und Expansionsmöglichkeiten für unsere Regionalzeitungen geprüft. Diese Ansätze waren nicht umsetzbar. Daher ist es der richtige Schritt, die geschaffenen, erheblichen Unternehmenswerte zu realisieren. Die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND ist von dieser Entscheidung nicht betroffen. Die FTD ist als überregionale Zeitung in der Wirtschaftspresse - einem der Kernsegmente von Gruner + Jahr - fest verankert. Als einzige deutsche Zeitung mit überregionaler Bedeutung verzeichnet sie kontinuierlich und nachhaltig steigende Auflagen und unterstützt die Segmentstrategie von Gruner + Jahr im Bereich der Wirtschaftspresse."

ots Originaltext: Gruner + Jahr AG & Co
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Kurt Otto
Pressesprecher
Gruner + Jahr AG & Co
Am Baumwall 11
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