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17.08.2007 – 11:15

Gruner + Jahr GmbH

6. Effizienz-Tag am 18. September 2007 in der TU Berlin unter dem Generalmotto "DIE NEUE WERTORDNUNG - Effizienz durch wertorientierte Kommunikation"

    Hamburg (ots)

Erstmals wirkt der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) als aktiver Förderer mit / Effizienz-Tag bietet hochkarätige Vorträge und zwölf Workshops

    Welche Chancen bietet der aktive Umgang mit der neuen Wertordnung für die Markenkommunikation? Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren am 18. September 2007 an der Technischen Universität -TU Berlin die Effizienz von wertorientierter Kommunikation. Übergeordnetes Ziel des 6. Effizienz-Tages ist das Anregen des Dialoges zwischen Wissenschaft und Praxis zu einem hochaktuellen Thema. Veranstalter sind die Deutsche Werbewissenschaftliche Gesellschaft (DWG), das Internationale Centrum für Werbe- und Mediaforschung (ICW), der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) und die TU-Berlin, auf deren Campus traditionell der Effizienz-Tag durchgeführt wird. Erstmals wirkt als Förderer der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) aktiv beim Effizienz-Tag mit, um neue Impulse und einen noch stärkeren Kontakt aus Agentur- und Unternehmenssicht zu berücksichtigen.

    Hinter dem ICW stehen Gruner + Jahr und der Spiegel-Verlag, die diese Kooperation 2001 begründet haben. "Die Herausforderung für das ICW war und ist es, mittels einer Forschungsorganisation den Dialog zwischen kommerzieller und universitärer Forschung zu ermöglichen und zu verbessern. Durch die Zusammenarbeit mit der DWG haben wir eine wirkungsvolle und tragfähige Plattform geschaffen", so Dr. Michael Hallemann, Leiter Media Forschung und -Service Gruner + Jahr. "Als Transfergesellschaft für das Gesamtgebiet der Markenkommunikation bietet die DWG das wissenschaftliche Rüstzeug für den Effizienz-Tag - den Zugriff auf neue Erkenntnisse, Erfahrungen und Ressourcen."

    "Während der Austausch zwischen Unternehmen und Universitäten in den USA fast zum Tagesgeschäft gehört, ist es in Deutschland leider noch nicht selbstverständlich, dass Fachleute aus Universitäten gemeinsam mit Praktikern Lösungsansätze diskutieren", so Christian Schlottau, Leiter des Unternehmensbereichs Marketing des SPIEGEL-Verlages und Gründungsaktivist des ICW. "Mit dem Effizienz-Tag bieten wir eine solche interessenfreie und kostengünstige Plattform zum übergreifenden Diskurs. Dabei legen wir besonderen Wert darauf, dass es sich um keine Akquisitionsveranstaltung für Medien oder gar Mediengattungen handelt." Hallemann ergänzt: "Wir wollen den substanziellen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis anregen und dabei beide Perspektiven miteinander zu neuen Erkenntnissen verbinden - einfach den Blick über den Tellerrand wagen."

    Man wird in diesem Sinne in Berlin somit nicht nur neue Erkenntnisse referieren, sondern vor allem in einer breiten Vielfalt spezieller Workshops offen und kontrovers über Erfahrungen diskutieren. Zielgruppen sind neben der praxisorientierten Universitätsforschung Marketing- und Werbepraktiker, Marktforscher, Mediaplaner und -forscher, wie auch Manager und Angehörige der Marketing-Szene in Agenturen und Markenartikelunternehmen. "Es erwartet niemand, mit einer Patentlösung nach Hause zu fahren, aber durchaus mit neuen Erkenntnissen und Ansätzen", so Christian Schlottau.

    Gewonnen werden diese in herausragenden Plenarvorträgen und in zwölf thematisch spezialisierten, am Generalthema orientierten Workshops. Neben Themen wie Effizienz durch wertorientierte Kommunikation, Authentizität oder Marktpositionierung durch gesellschaftliche Verantwortung werden auch Krisensituationen thematisiert. So diskutieren unter anderem Thomas Voigt, Direktor Wirtschaftspolitik und Kommunikation der Otto Group, und Klaus-Peter Johanssen, ehemals Direktor Unternehmenskommunikation und Wirtschaftspolitik Shell Deutschland, über ihre Ansichten zum Thema "Werte gegen Werte - Wenn ein Unternehmen (angeblich) gegen die gesellschaftliche Korrektheit verstößt". Wahrgenommene Verhaltensabweichungen von der Political Correctness können ein Unternehmen tief in die Krise stürzen - besonders, wenn es mit hohem Werteanspruch agiert. In diesem Zusammenhang kam die Otto Group jüngst mit Kinderarbeit bei der Textilfertigung in Indien in die Schlagzeilen - und wieder heraus. Ganz anders lief 1995 der Brent-Spar-Fall bei Shell.

    Diese Beispiele machen deutlich, warum die Auseinandersetzung mit Werten für die Markenkommunikation so relevant ist. Werte bestimmen das menschliche Denken, Fühlen und Handeln grundlegend. Sie entwickeln sich innerhalb von Kulturen und Gemeinschaften - sind dem Wirken diverser Institutionen und situativer Einflüsse ausgesetzt und damit ständigen Veränderungen unterworfen. Das Web 2.0, neue Informations-, Erwerbs- und Kommunikationsmöglichkeiten, der technische und medizinische Fortschritt nehmen wie der Klimawandel, der Arbeitsplatzabbau und neue Möglichkeiten der Mobilität maßgeblichen Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unseren Alltag. Gegenwärtig lassen sich an Hand von solider empirischer Forschung komplexe und hoch dynamische Werteveränderer identifizieren. Auf gesamtgesellschaftlicher Ebene sind dies Aspekte wie Globalisierung, Nationalbewusstsein, Technologisierung, aber auch das soziale Auseinanderdriften, Altern und eine bemerkbare Verschiebung zum Femininen. Ein Blick auf die Konsumebene verdeutlicht wiederum Trends wie Convenience, neue Natürlichkeit, verantwortliches Konsumieren, intelligente Vereinfachung und digitale Vernetzung.

    Starre Positionierungen und damit auch unsensible Markenkommunikation sind entsprechend gefährlich. Der aktive Umgang mit der differenzierten Werteänderung bietet hingegen Chancen für Consumer Insights, neu definierte Zielkundensegmente und effizientere inhaltliche und technologische Kommunikationskonzepte. Wer die Chancen nutzt, kann exzellente ökonomische Wert-Schöpfung betreiben: Markenwert und Shareholder Value durch "wertorientierte Kommunikation".

Pressekontakt:
Kurt Otto
Kommunikation 6. Effizienz-Tag
040 / 3703 3810
otto.kurt@guj.de

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