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Kommentar zur Rückkehr der "Landshut"
Von Frank Schmidt-Wyk

Mainz (ots) - Rettet die "Landshut": Diese Idee formulierte als erster der Mainzer Journalist und Zeithistoriker Martin Rupps in einem Buch über die traumatisierten Entführungsopfer. Fünf Jahre später wird aus der Idee Wirklichkeit - das ist den hartnäckigen Bemühungen Rupps zu verdanken, aber auch engagierten Zeitzeugen wie "Landshut"-Stewardess Gabriele von Lutzau und Copilot Jürgen Vietor. Dass Außenminister Sigmar Gabriel die "Landshut" gerade recht kommt, um zwischen G20-Krawallen und Bundestagswahl an die historischen Verdienste der SPD um die Innere Sicherheit im Allgemeinen und um die Bekämpfung des Linksterrorismus im Besonderen zu erinnern - geschenkt. Wie sagte Helmut Kohl? Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Und das Entscheidende in diesem Fall ist: Die "Landshut" wurde vor der Verschrottung bewahrt und kehrt nach Deutschland zurück, um als begehbares Mahnmal des "Deutschen Herbstes" an eine schwierige Epoche zu erinnern, die prägend war für die Bundesrepublik. Vom historischen Kontext her hätte es passendere Standorte für dieses Flugzeug gegeben: die frühere Bundeshauptstadt Bonn, Hamburg, die Heimat Helmut Schmidts, Frankfurt, Sitz der Lufthansa und 1977 Heimatflughafen der "Landshut". Ganz in der Nähe, in Griesheim bei Darmstadt, bemühte sich ein rühriger Verein um die Boeing, das hätte gepasst, doch den Zuschlag erhielt Friedrichshafen, aus pragmatischen und aus finanziellen Gründen. Das ist schade aus regionaler Sicht, aber zu verschmerzen, wenn die "Landshut" dafür nun am Bodensee die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient.

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