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Allg. Zeitung Mainz: Eine ernste Gefahr/ Kommentar von Christian Matz zu Donald Trump

Mainz (ots) - Aus einem Witz wird Wirklichkeit: Donald Trump hat sich bei den Republikanern durchgesetzt, und wenn alles so läuft wie bisher - nämlich völlig anders, als es Meinungsforscher vorhergesagt haben -, dann wird er US-Präsident. Eigentlich unvorstellbar, allerdings hat Trump die Grenzen dessen, was vorstellbar erscheint in einer westlichen Demokratie, schon jetzt deutlich verschoben. Dass die Spitzen seiner Partei ihm nicht folgen, kann ihm egal sein - seine Zielgruppe sind gerade die parteiungebundenen, von der Politik Enttäuschten, sein Programm ist der Kampf gegen die Eliten in Washington. Zu diesen gehört auch Hillary Clinton, die sich auf eine sehr schmutzige Kampagne einstellen muss. Und die noch dazu ein Problem in den eigenen Reihen hat: Der linke Bernie Sanders, ihr parteiinterner Konkurrent, will einfach nicht klein beigeben - diese Auseinandersetzung könnte Clinton am Ende entscheidend schwächen. Ein weiterer Grund, Trump ernstzunehmen. Als Europäer gibt es übrigens keinen Grund, mit Häme oder Überheblichkeit auf den bisweilen absurd anmutenden US-Wahlkampf hinabzuschauen. Denn auch diesseits des Atlantiks ist der Populismus in der Politik gerade extrem erfolgreich - in jeder Hinsicht. Zwar kommt er nicht so plump, nicht so schlicht, nicht so brachial-eindimensional auf Twittertauglichkeit gebürstet daher wie mit Trump in den USA; aber macht ihn dies nicht umso gefährlicher? Ob ein Präsident Trump gefährlich wäre für die Weltpolitik, bleibt jedenfalls hoffentlich ein Gedankenexperiment. Einige wenige Monate haben die Amerikaner noch Zeit, um zur Besinnung zu kommen.

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