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23.01.2020 – 08:35

Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Rekordverdächtig: Beschäftigte in Sachsen immer länger krank

Rekordverdächtig: Beschäftigte in Sachsen immer länger krank
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Rekordverdächtig: Beschäftigte immer länger krank

Im Ländervergleich liegt Sachsen 2019 im Mittelfeld

Dresden, 23. Januar 2020 - Husten, Schnupfen, Rücken: Arbeitnehmer in Sachsen sind immer länger krankgeschrieben. Die durchschnittliche Fehlzeit pro Krankheitsfall stieg 2019 laut einer Auswertung der KKH Kaufmännische Krankenkasse auf ein Rekordniveau. Demnach fielen Beschäftigte durchschnittlich 15,3 Tage pro Jahr im Job aus. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 0,6 Tage mehr, im Vergleich zu 2015 ist das ein Plus 1,4 Tagen. Die Analyse zeigt außerdem, dass Frauen in Sachsen offenbar deutlich häufiger krank sind: Sie fehlten im vergangenen Jahr durchschnittlich 6,3 Prozent ihrer Sollarbeitszeit, ihre männlichen Kollegen dagegen nur 4,9 Prozent.

Der Bundesländervergleich

Laut KKH-Statistik war 2019 der Krankenstand in Sachsen-Anhalt mit 6,4 Prozent am höchsten, in Hamburg und Baden-Württemberg dagegen am niedrigsten. Dort fehlten Beschäftigte nur 4,1 Prozent ihrer Sollarbeitszeit. Sachsen liegt mit 5,7 Prozent über dem Bundesdurchschnitt von 5 Prozent. Spitzenreiter in Sachen durchschnittliche Krankheitsdauer ist das Saarland mit 17,4 Tagen, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg mit je 15,9 Tagen. Bayern schneidet mit der kürzesten Fehlzeit (im Schnitt 13,9 Tage) am besten ab. Ein möglicher Grund für diese Unterschiede ist die Jobstruktur in den jeweiligen Regionen. So werden Menschen beispielsweise häufiger krank, wenn sie körperlich anstrengende Arbeiten erledigen. Auch die Arbeitslosenquote, die etwa im Osten nach wie vor höher ist, spielt eine Rolle.

Die Krankheitsursachen

Die meisten Krankheitsfälle registrierte die KKH im Jahr 2019 aufgrund von Atemwegsinfekten wie Erkältungen und Grippe, gefolgt von Leiden des Muskel-Skelett-Systems und Magen-Darm-Erkrankungen. Am längsten fielen Mitarbeiter wegen der Diagnose Krebs (durchschnittlich 68,6 Tage) und psychischer Leiden (40,3 Tage) aus.

Erläuterungen zur Datenanalyse:

Ausgewertet wurde die Zahl der Kalendertage mit ärztlichem Attest von pflicht- und freiwillig versicherten Mitgliedern der KKH Kaufmännische Krankenkasse, neu für das Jahr 2019 - ohne Arbeitslose und Rentner. Der Krankenstand beschreibt das Verhältnis von Sollarbeitstagen und Arbeitstagen, an denen Beschäftigte krankgeschrieben sind. Beträgt der Krankenstand in einem Bundesland beispielsweise 5 Prozent, fehlten Arbeitnehmer dort im Schnitt 5 Prozent ihrer Sollarbeitszeit. Die Krankheitsdauer beschreibt hingegen die durchschnittliche Fehlzeit pro Krankheitsfall.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten insgesamt und rund 83.000 Versicherten in Sachsen. Nähere Informationen erhalten Sie unter kkh.de/presse/portrait.

Mit freundlichen Grüßen,

KKH Kaufmännische Krankenkasse
Daniela Preußner
Pressesprecherin

Pressestelle
Hauptverwaltung
Karl-Wiechert-Allee 61
30625 Hannover
Telefon 0511 2802 1610
Telefax 0511 2802 1699
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