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11.07.2019 – 09:15

Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Hessen: Angestellte im Handel und in der Pflege am häufigsten krank

Hessen: Angestellte im Handel und in der Pflege am häufigsten krank
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Handel und Pflege: Angestellte am häufigsten krank

Psychische Leiden verursachen bei Hessens Beschäftigten rund 44 Fehltage im Job

Wiesbaden, 11. Juli 2019 - Arbeitnehmer im Handel und in der Pflege sind besonders belastet und somit auch häufiger krank. Das zeigt eine aktuelle Datenerhebung von berufstätigen Versicherten der KKH Kaufmännische Krankenkasse für Hessen. Demnach gab es im ersten Halbjahr 2019 im Bereich Handel/Kraftfahrzeuge die meisten Krankschreibungen. Rund jeder fünfte gelbe Schein wurde in diesem Sektor eingereicht. Auch im Gesundheits- und Sozialwesen - dazu gehören Mitarbeiter von Pflegeheimen und Krankenhäusern - sowie in der Industrie und im Handwerk registrierte die KKH in Hessen besonders viele Krankheitsfälle. Deutlich seltener ließen sich hingegen Freiberufler und Wissenschaftler sowie Beschäftigte im Gastgewerbe krankschreiben.

Während Arbeitnehmer im Gesundheitswesen am häufigsten wegen psychischer Erkrankungen fehlten, gab es in der Industrie und im Handwerk sowie in der Handels- und Kraftfahrzeugbranche die meisten Ausfälle wegen Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems. Darunter fallen etwa auch Rückenleiden.

Die durchschnittlich längsten Fehlzeiten registrierte die KKH in Hessen wegen psychischer Erkrankungen, etwa aufgrund von Depressionen und Burnout. Carsten Kuhn vom KKH-Serviceteam in Wiesbaden: "Bei einem Atemwegsinfekt zum Beispiel fehlt ein Beschäftigter im Schnitt rund sieben Tage, bei einer psychischen Erkrankung sind es dagegen rund 44 Tage." Gründe für die Häufigkeit von psychischen Leiden gerade im Bereich Krankenhaus und Altenpflege seien etwa eine Überbelastung durch Personalmangel, zu wenig Gehalt, zu viele Überstunden und der Druck, auch im größten Stress gegenüber Patienten stets eine positive Haltung wahren zu müssen.

Insgesamt fielen Berufstätige in Hessen im ersten Halbjahr 2019 durchschnittlich 14,4 Tage wegen Krankheit aus - das ist der fünftletzte Platz im deutschlandweiten Ranking. Das bundesweite Mittel lag bei 14,7 Fehltagen. Auch mit Blick auf den Krankenstand liegen die Hessen mit 4,9 Prozent knapp unter dem Bundesdurchschnitt von 5,1 Prozent. Die meisten Beschäftigten fehlten in Sachsen-Anhalt wegen Krankheit bei der Arbeit (6,5 Prozent), die wenigsten in Hamburg (4,1 Prozent).

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit bundesweit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter kkh.de/presse/Portrait.

Mit freundlichen Grüßen,

KKH Kaufmännische Krankenkasse
Daniela Preußner
Pressesprecherin

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