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17.08.2018 – 08:03

Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Migräne bei jungen Männern auf dem Vormarsch

Migräne bei jungen Männern auf dem Vormarsch

KKH-Auswertung: Anstieg um teils 70 Prozent durch Stress und Leistungsdruck

Freitag, 17. August 2018 - Pulsierende Schmerzen, Übelkeit, Schwindel: Migräne gilt als typisches Frauenleiden - vor allem bei Mädchen ab der Pubertät. Laut einer aktuellen Datenerhebung der KKH Kaufmännische Krankenkasse sind die Kopfschmerzattacken aber auch bei jungen Männern auf dem Vormarsch: Demnach verzeichnet die KKH von 2006 auf 2016 bei den 15- bis 19-Jährigen einen deutlichen Anstieg um rund 40 Prozent, bei den 25- bis 29-jährigen Männern sogar um fast 70 Prozent. Zwar sind nach wie vor etwa zwei- bis dreimal mehr junge Frauen zwischen 15 und 29 Jahren von der Migräne betroffen - zuletzt rund 12.000 KKH-Versicherte. Hier gab es aber in den genannten Altersklassen eine deutlich geringere Steigerung von um die 30 Prozent.

Mögliche Gründe für die zunehmende Migräne bei jungen Männern sind Schul- bzw. beruflicher Stress und Leistungsdruck, Schlafmangel, falsche Ernährung, exzessive sportliche Aktivitäten, lange Zeiten vor Fernseher und Computer sowie das Hören von zu lauter Musik. Bei Frauen sind Migräneattacken dagegen oft hormonell bedingt. Werden Kopfschmerzen chronisch und treten besonders häufig auf, können sie die Gesundheit und das Leben stark einschränken. Nicht nur die häufigen Schmerzen belasten, sondern auch Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen sowie die Angst vor der nächsten Attacke.

Die KKH gibt Tipps für Betroffene:

- Vor allem Jugendliche sollten am Abend keine koffeinhaltigen Limonaden mehr 
  trinken und vor dem Schlafengehen keine laute Musik hören.  
- Bei häufigem Stress ein Entspannungsverfahren erlernen. Dies kann helfen, 
  Anfällen vorzubeugen oder diese abzuschwächen.  
- Heranwachsende, die auf Stress mit Migräne reagieren, sollten auf einen 
  regelmäßigen Tagesablauf mit ausreichend Pausen achten.  
- Bewegung und Sport ohne Leistungsdruck können helfen, Stress abzubauen.  
- Ein Migräne-Tagebuch regelmäßig über mehrere Wochen hinweg führen: Für eine 
  wirkungsvolle Behandlung sollte der Arzt die Beschwerden genau kennen. Tragen 
  Sie Art, Dauer und Umstände der Schmerzen ein sowie deren Häufigkeit.     

Wenn diese Methoden nicht ausreichen, die Anfälle mehr als dreimal im Monat auftreten, besonders schmerzhaft oder lang anhaltend sind, ist meist eine längerfristige medikamentöse Behandlung notwendig. "Wenn ein Jugendlicher vorbeugend Medikamente nimmt, ist es aber wichtig, die Anwendung regelmäßig zu überprüfen", betont Daniela Preußner vom KKH-Serviceteam. Denn bei vielen Heranwachsenden klingt die Migräne mit der Zeit ab, sodass irgendwann keine Behandlung mehr nötig ist. Preußner: "Lassen Sie sich von Ihrem Arzt beraten." Für Versicherte, die regelmäßig unter Kopfschmerzen und Migräne leiden, bietet die KKH außerdem die Möglichkeit, sich in einem von drei Kopfschmerzzentren vorzustellen. Dort entwickelt ein Team aus Neurologen, Psychologen und Physiotherapeuten individuelle Therapien für Betroffene.

Hinweis für die Redaktionen: Ein Kopfschmerztagebuch sowie Informationen zu den KKH-Kopfschmerzzentren finden Sie unter www.kkh.de/versicherte/a-z/kopfschmerz.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.kkh.de/presse/portrait.

KKH Kaufmännische Krankenkasse 
Pressesprecherin: Daniela Preußner

Karl-Wiechert-Allee 61 
30625 Hannover 
Telefon 0511 2802-1610 
Telefax 0511 2802-1699 
presse@kkh.de 
www.kkh.de 

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