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07.08.2018 – 09:04

Kaufmännische Krankenkasse - KKH

Zecken: KKH erwartet 2018 bundesweit mehr Krankheitsfälle

Zecken: KKH erwartet 2018 bundesweit mehr Krankheitsfälle

FSME-Impfung jederzeit möglich - Quote mit zwei Prozent noch zu niedrig

Hannover, 7. August 2018 - Die KKH Kaufmännische Krankenkasse rechnet 2018 mit deutlich mehr Erkrankungen durch Zecken als in den Vorjahren. Denn Experten - etwa vom Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) - schlagen Alarm: 2018 ist ein Zeckenjahr. "Der Winter war mild, das Frühjahr sehr warm und der Sommer ist heiß, sodass sich die Spinnentiere rasant vermehrt haben", sagt Sven Seißelberg, Pharmazeut bei der KKH. Damit steigt auch die Gefahr, durch einen Zeckenstich an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder Lyme-Borreliose (LB) zu erkranken. In den vergangenen Jahren hatte die Zahl der infizierten KKH-Versicherten leicht abgenommen und lag 2017 bundesweit bei 1.326 Borreliose- und 197 FSME-Fällen. Nun sollen die Zahlen wieder deutlich steigen.

Das Tückische: Gegen Borreliose kann man sich nicht impfen lassen. Zur Vorbeugung helfen nur lange Kleidung und Zeckenschutzmittel. "Wer dennoch von einer Zecke gestochen wird und einige Tage bis Wochen danach rund um die Einstichstelle eine ringförmige Rötung beobachtet, sich außerdem abgeschlagen fühlt, Fieber und Kopfschmerzen bekommt, sollte einen Arzt aufsuchen", sagt Sven Seißelberg. Da die Borreliose durch Bakterien übertragen wird, lässt sie sich vor allem im Frühstadium gut antibiotisch behandeln.

Gegen eine FSME, die durch einen Virus übertragen wird und zu einer Hirnhautentzündung führen kann, bietet eine gut verträgliche Impfung den einzigen Schutz. Versicherten, die innerhalb der Risikogebiete in Deutschland leben oder dorthin reisen (dazu zählen vor allem Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und das südöstliche Thüringen), entstehen keine Kosten. Im ersten Halbjahr 2017 hatten sich bundesweit 39.500 KKH-Versicherte gegen FSME impfen lassen, also rund zwei Prozent. Laut Robert Koch-Institut könnte aber ein großer Anteil der Erkrankungen durch eine Steigerung der Impfquoten insbesondere in den Risikogebieten verhindert werden. In der Regel sind drei Impfungen notwendig, um den vollen Schutz zu erreichen. Dieser hält dann mindestens drei Jahre an. "Eine Impfung ist das ganze Jahr über möglich", erläutert Sven Seißelberg.

Die KKH Kaufmännische Krankenkasse ist eine der größten bundesweiten gesetzlichen Krankenkassen mit 1,7 Millionen Versicherten. Nähere Informationen erhalten Sie unter www.kkh.de/presse/portrait.

KKH Kaufmännische Krankenkasse 
Pressesprecherin: Daniela Preußner

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