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Von der Energiewende zur Geldwende - Der erste "Geldgipfel" für einen Kulturwandel im Finanzwesen

Spätestens mit Beginn der Finanzkrise 2008 wird für immer mehr Menschen deutlich: Unser derzeitiger Umgang mit Geld ist nicht nachhaltig. Ein Blick auf die Energiewende zeigt, dass ein Zusammenwirken von Veränderungswillen in der Bevölkerung und die Schaffung neuer rechtlicher Grundlagen durch den... mehr

Bochum (ots) - Spätestens mit Beginn der Finanzkrise 2008 wird für immer mehr Menschen deutlich: Unser derzeitiger Umgang mit Geld ist nicht nachhaltig. Ein Blick auf die Energiewende zeigt, dass ein Zusammenwirken von Veränderungswillen in der Bevölkerung und die Schaffung neuer rechtlicher Grundlagen durch den Gesetzgeber der Entwicklung unserer Gesellschaft und Wirtschaft eine neue Richtung geben können. Der erste Geldgipfel der GLS Bank Stiftung an der Universität Witten/Herdecke möchte hierzu den Anstoß geben.

Dem Aufruf, gemeinsam über Geld, seine Herkunft, seine Verwendung und seine Bedeutung nachzudenken, zu diskutieren und neue Ideen zu bekommen, sind weit über 400 Interessierte gefolgt. "Mit so einem großen Interesse hatten wir zunächst nicht gerechnet. Es zeigt uns aber noch einmal ganz deutlich: Die Menschen wollen sich dringend über einen anderen Umgang mit Geld austauschen. Die Erkenntnis, dass ein Kulturwandel im Finanzwesen dringend notwendig ist, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen", freut sich Thomas Jorberg, Vorstand der GLS Bank Stiftung. Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) stellt die Räumlichkeiten für die Veranstaltung. So wird auch die Wichtigkeit von Bildungseinrichtungen in der Arbeit zum Kulturwandel deutlich.

Plädoyer für eine Geldwende

Finanzwirtschaft und Realwirtschaft driften weiter auseinander. Diese Entwicklung wird unsere Volkswirtschaften und Gesellschaften weiter destabilisieren. Leider hat die jüngste Finanzkrise in der Bankenwelt, in der Wissenschaft und in der Politik nicht dazu geführt, die Grundlagen unserer Geld- und Finanzordnung zu hinterfragen. "Aus Sicht der GLS Bank Stiftung ist es an der Zeit, eine Geldwende auf den Weg zu bringen, die wissenschaftliche Expertisen, praktische Erfahrungen nachhaltig tätiger Banken und den in Teilen der Bevölkerung vorhandenen gesellschaftlichen und politischen Veränderungswillen zu bündeln", beschreibt Lukas Beckmann, Vorstand der GLS Bank Stiftung, die Idee hinter dem Geldgipfel. "Die Veranstaltung ist dabei ein erster, kraftvoller Auftakt für eine kontinuierliche Arbeit hin zu einer Geldwende."

Geld ist ein machtvolles Medium. Ohne eine andere Geld- und Finanzordnung und ohne einen breiten Bewusstseinswandel in der Gesellschaft, werden wir auf die zentralen Zukunftsfragen des Klimawandels, des systemimmanenten Wachstumszwangs und einer wachsenden sozialen Ungleichheit keine befriedigenden Antworten finden können.

Zu den Vortragenden zählen neben den Vorständen der GLS Bank Stiftung zahlreiche Hochschullehrer, Banker, Finanzwissenschaftler, Politiker und Künstler, die das Thema Geld aus verschiedenen Perspektiven referieren mit den TeilnehmerInnen diskutieren. "Neben den Vorträgen setzen wir auf Workshops, in denen die Teilnehmer intensiv zu den Themen arbeiten. Von der Vollgeldreform über globales Wirtschaften bis hin zur Bedeutung des Schenkens bieten wir dabei ein weites Themenspektrum an", beschreibt Lukas Beckmann die Veranstaltung. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl müssen einige Vorträge per Video vom Audi Max in weitere Räume übertragen werden.

Konkrete Fragen, die die Veranstaltung bewegen, sind: Wodurch beeinflusst Geld unser Denken und Handeln? Wie kommt es in die Welt? Was muss neu reguliert werden? "Wir glauben nicht, dass wir da auf alles die perfekte Antwort finden, aber wir glauben, dass man sich solche und weitere Fragen dringend stellen muss", betont Thomas Jorberg die Wichtigkeit der Veranstaltung. Und so ist der Geldgipfel nur der Anfang, ein Schritt auf dem Weg zu einem Kulturwandel des Finanzwesens.

Über die GLS Bank Stiftung

Die GLS Bank Stiftung hat ihre Arbeit 2012 aufgenommen. Sie setzt sich für eine Geld- und Finanzordnung ein, die der Realwirtschaft dient, und arbeitet dabei auch im Bereich der Finanzbildung. Außerdem unterstützt sie Bürgernetzwerke und -genossenschaften, die sich für eine dezentrale und regenerative Energieversorgung einsetzen.

Über die Universität Witten/Herdecke

Die Universität Witten/Herdecke (UW/H) nimmt seit ihrer Gründung 1983 eine Vorreiterrolle in der deutschen Bildungslandschaft ein: Als Modelluniversität mit rund 1.750 Studierenden in den Bereichen Gesundheit, Wirtschaft und Kultur steht die UW/H für eine Reform der klassischen Alma Mater. Wissensvermittlung geht an der UW/H immer Hand in Hand mit Werteorientierung und Persönlichkeitsentwicklung.

Pressekontakt:

Christof Lützel
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