Jacobs University

Zum Studium von Shanghai nach Bremen

Zum Studium von Shanghai nach Bremen
Shuqing Zhao studiert Psychologie an der Jacobs University.

Sie sagt, es sei eine der besten Entscheidungen ihres Lebens gewesen. Was bringt eine junge Chinesin aus Shanghai dazu, sich für ein Studium an einem 8600 Kilometer entfernten Ort zu entscheiden? Im Fall von Shuqing Zhao gab die Internationalität der Jacobs University den Ausschlag - und ihre Vorliebe für Musik aus Deutschland.

Die Lieder von Schubert und die Opern von Wagner mag sie besonders. Wer weiß, ob sie ohne sie den Weg an den Stand der Jacobs University gefunden hätte, damals, auf der Expo 2010 in Shanghai? Die dort zur Schau gestellte Internationalität der privaten Bremer Universität mit Studierenden aus über 100 Nationen weckte ihr Interesse, sie blieb haften über die Jahre, sie spielte die entscheidende Rolle bei der Frage nach dem Studienort. "Dass so viele Menschen aus so vielen unterschiedlichen Ländern gemeinsam in Deutschland studieren, ist sehr besonders", findet Shuqing Zhao.

Deutsch hat sie in der Schule gelernt, ebenso wie Klavier. Sie spielt Akkordeon, Flagolette, eine Verwandte der Blockflöte, Mundharmonika, Ukulele und Hulusi, eine chinesische Mundorgel, zudem komponiert sie ein wenig und lässt sich dabei auch schon mal von geschichtlichen Ereignissen inspirieren. So hat sie ein Klavierstück dem Fall der Berliner Mauer gewidmet. Ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes brachte die heute oder damals 20-jährige erstmals nach Deutschland, in ein Summercamp in ein Dorf in Nordrhein-Westfalen. Der Sprung zum Studium war dann nicht mehr ganz so groß.

15 Millionen Einwohner zählt Shanghai, das Leben dort ist schnell, dynamisch, hektisch. Bremen ist im Vergleich kaum mehr als eine gemütliche, bedächtige Kleinstadt. "In einem überschaubaren Umfeld sind die Beziehungen zwischen den Leuten enger", beschreibt sie den wesentlichen Unterschied zwischen den beiden Welten. Das gilt umso mehr für den Campus der Jacobs University auf dem sie wohnt, wie alle Bachelor-Studierenden. "Ich habe schnell Freunde gefunden. Sie kommen von überall her, man lernt auch ihre Kultur richtig gut kennen."

2016 begann Shuqing Zhao ihr Studium. An der englischsprachigen Universität war sie zunächst für Integrated Social Sciences eingeschrieben, besuchte dann aber eine Vorlesung in Psychologie - und wechselte das Studienfach. "Der Kurs hat mir die Augen geöffnet, ich hatte eine völlig falsche Vorstellung von dem Fach", sagt sie. "Es ermöglicht mir vor allem mit selbst gewählten Fragestellungen meiner Leidenschaft nachzugehen: der Musik." So forscht sie darüber, wie Musik Emotionen erzeugt und ob diese unabhängig sind von kultureller Prägung.

Shuqing Zhao schätzt nicht nur die Klassik, sondern auch Jazz und Rock. Bei Spotlight, der Talentshow der Jacobs University (7. April 20 Uhr), tritt sie mit einer Rockband auf, bei verschiedenen Musikevents auch außerhalb der Universität ist sie immer mal wieder als Pianistin zu hören. Engagiert ist sie auch in anderen Bereichen. Als studentische Vertreterin im Academic Affairs Committee etwa, dem Ausschuss für die Weiterentwicklung von Studium und Lehre, oder als Mitorganisatorin der "Lunar New Year Gala", dem chinesischen Neujahrsfest an der Universität.

Mit ihrem Wissen unterstützt sie auch das China Global Center der Jacobs University. Als wissenschaftliche Hilfskraft arbeitet sie Prof. Tobias ten Brink zu bei dessen Forschungsprojekt über die Entwicklungsdynamiken chinesischer Sozialpolitik. Kürzlich nahm sie im schottischen Glasgow an einem Workshop mit Psychologie-Studierenden aus ganz Europa teil, auf dem ihr Team eine App für neurologische Anwendungen entwickelte.

Eines Tages selbst in der Wissenschaft zu arbeiten, kann sich Shuqing Zhao gut vorstellen. Zumindest ihren Master will sie machen und dann: mal schauen. Wo sie ihren Beruf ausüben wird, ist noch komplett offen, das kann überall sein, in China, in den USA, irgendwo in Europa und auch in Bremen. Im Moment stellt sich die Frage ohnehin nicht. "Ich fühle mich an der Jacobs University zuhause."

Über die Jacobs University:

Die Jacobs University ist eine private, unabhängige, englischsprachige Universität in Bremen. Hier studieren junge Menschen aus der ganzen Welt in Vorbereitungs-, Bachelor-, Master- und PhD-Programmen. Internationalität und Transdisziplinarität sind die besonderen Kennzeichen der Jacobs University: Forschung und Lehre folgen nicht einem einzigen Lösungsweg, sie gehen Fragestellungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen an. Dieses Prinzip macht Jacobs Absolventen zu begehrten Nachwuchskräften, die erfolgreich internationale Karrierewege einschlagen. Weitere Informationen unter www.jacobs-university.de

Thomas Joppig | Jacobs University Bremen gGmbH 
Corporate Communications & Public Relations 
t.joppig@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-4504 


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