Jacobs University

Was ist gerechte Verteilung? Jacobs University an DFG-Forschungsprojekt beteiligt

Was ist gerechte Verteilung? Jacobs University an DFG-Forschungsprojekt beteiligt
Dr. Adele Diederich ist Psychologie-Professorin an der Jacobs University.

Der Kuchen ist frisch gebacken, er riecht verlockend - und alle haben Appetit. Bekommt jeder der Gäste ein gleich großes Stück, gilt also das Gleichheitsprinzip? Zählt bei der Verteilung der Hunger, also der Bedarf, eine Rolle? Oder bekommen diejenigen das größte Stück von Kuchen, die ihn gebacken haben, ist also das Verdienst an der Entstehung des Kuchens entscheidend für die Verteilung? Um "Bedarfsgerechtigkeit und Verteilungsprozeduren" geht es in einem Forschungsprojekt unter Beteiligung von Psychologie-Professorin Dr. Adele Diederich von der Jacobs University. Von dem Gesamtetat in Höhe von 2,4 Millionen Euro gehen rund 370.000 Euro an Jacobs University - eine sehr hohe Förderungssumme für ein psychologisches Forschungsvorhaben.

Die Universitäten Hamburg, Bremen, Oldenburg, Wien, der Helmut-Schmidt Universität Hamburg sowie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur (Schweiz) sind neben der Jacobs University an dem Vorhaben beteiligt. Wobei sich die Wissenschaftler sich weniger mit der konkreten Verteilung von Gütern, Geldern und Personen befassen oder damit, was der Einzelne als gerecht empfindet; sondern mit den dahinterliegenden Prinzipien der Wahrnehmung und Entscheidungsfindung sowie der Wirkung auf die Gesellschaft als Ganzes. Sie untersuchen etwa, wie Bedarf identifiziert, welche Verteilung als ausreichend angesehen wird und ob eine bedarfsgerechte Umverteilung nachhaltig ist.

"Als Psychologen beschäftigen wir uns nicht mit der Verteilung selbst, sondern mit den Emotionen und Empfindungen, die sie erzeugt", beschreibt Prof. Diederich ihre Aufgabe. Um sie zu erfassen, werden u.a. eine Reihe von Befragungen mit Versuchspersonen durchgeführt. Wichtig dabei sei eine größtmögliche Objektivität in den Formulierungen der Fragestellungen sowie Transparenz. Denn je größer die Transparenz von Entscheidungsfindungen desto stärker die Akzeptanz der Ergebnisse.

An dem Projekt sind Ökonomen, Politikwissenschaftler, Philosophen, Soziologen und Psychologen beteiligt. Die Wissenschaftler forschen bereits seit drei Jahren an dem Thema. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Fortführung des Projekts nun für weitere drei Jahre bewilligt.

Weitere Informationen:http://adiederich.user.jacobs-university.de

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Fragen beantwortet:

Prof. Dr. Adele Diederich | Professorin für Psychologie

a.diederich@jacobs-university.de| Tel.: +49 421 200- 3431

Über die Jacobs University:

Die Jacobs University ist eine private, unabhängige, englischsprachige Universität in Bremen. Hier studieren junge Menschen aus der ganzen Welt in Vorbereitungs-, Bachelor-, Master- und PhD-Programmen. Internationalität und Transdisziplinarität sind die besonderen Kennzeichen der Jacobs University: Forschung und Lehre folgen nicht einem einzigen Lösungsweg, sie gehen Fragestellungen aus der Perspektive verschiedener Disziplinen an. Dieses Prinzip macht Jacobs Absolventen zu begehrten Nachwuchskräften, die erfolgreich internationale Karrierewege einschlagen. Weitere Informationen: www.jacobs-university.de

Kontakt:

Thomas Joppig | Brand Management, Marketing & Communications

t.joppig@jacobs-university.de | Tel.: +49 421 200-4504

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