Woche des Sehens

Sehbehinderung ist nicht gleich Sehbehinderung
Neuer Film der Woche des Sehens möchte Missverständnisse ausräumen

Berlin (ots) - Sehbehinderungen können sich sehr verschieden auswirken. Dies führt im Alltag häufig zu Problemen und Missverständnissen. Um diese zu verhindern und um deutlich zu machen, dass Sehbehinderung nicht gleich Sehbehinderung ist, produzierte die Woche des Sehens in diesem Jahr einen neuen Informationsfilm, der unter www.woche-des-sehens.de/filme zu sehen ist. Die gezeigten Szenen sollen mit Vorurteilen aufräumen und für die unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnisse sehbehinderter Menschen sensibilisieren.

Vier Menschen im Alltag begleitet

Der Film zeigt anhand eindringlicher Beispiele aus dem Alltag von vier Menschen mit verschiedenen Sehbehinderungen, welch unterschiedliche Herausforderungen sich ergeben, wie schnell sehende Menschen falsche Schlüsse ziehen und wie die Betroffenen selbst damit umgehen und Lösungsansätze finden. Dabei wird deutlich, wie individuell Sehbehinderungen sind. Menschen mit einer Seheinschränkung am Rand des Gesichtsfelds, einem sogenannten Tunnelblick, orientieren sich beispielsweise anders als Menschen mit einem zentralen Gesichtsfeldausfall und haben entsprechend auch andere Bedürfnisse. Da steigt jemand, der am weißen Stock als sehbehindert erkennbar ist, in die Straßenbahn ein, sucht sich unsicher einen Sitzplatz - und schlägt dann ein Buch auf, um darin zu lesen! Dieser Mensch ist kein Simulant, er kann jedoch manches noch sehen, anderes nicht. Ähnlich ist es beim verminderten Kontrastsehen. Dies führt zu anderen Problemen und bedarf speziell angepasster Lösungen und Hilfsmittel. Am Ende des Films wird klar, dass es viele Formen von Sehbehinderung gibt und dass jede ihre unterschiedlich ausgeprägten Bedürfnisse mit sich bringt. Die Zuschauer dafür zu sensibilisieren und ein vorurteilfreies, rücksichtsvolleres Zusammenleben von sehenden und sehbehinderten Menschen zu unterstützen, sind die Ziele des neuen Films.

Die Woche des Sehens

Die "Woche des Sehens" ist eine Aufklärungskampagne, die bundesweit vom 8. bis 15. Oktober stattfindet. In diesem Jahr lautet ihr Motto "Mit anderen Augen". Unter der Schirmherrschaft der bekannten Fernsehjournalistin Gundula Gause machen Initiatoren und Unterstützer der Aktionswoche auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Lage von blinden und sehbehinderten Menschen in Deutschland und den Entwicklungsländern aufmerksam. Getragen wird die Kampagne von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte Deutschlands, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie der PRO RETINA Deutschland. Unterstützt wird sie zudem von der Aktion Mensch, ZEISS und der VANDA Pharmaceuticals Germany GmbH. www.woche-des-sehens.de

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