Gruner+Jahr, STERN

stern: Fraport hat detaillierte Erkenntnisse über mögliche CIA-Flüge in Deutschland

    Hamburg (ots) - Während die Bundesregierung nach eigenen Angaben keine detaillierten Erkenntnisse über mögliche CIA-Flüge in Deutschland besitzt, liegen der vom Bund mitkontrollierten Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport solche Informationen vor. Das berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe. So liegen Fraport genaue Angaben über Flüge der vom Europarat als CIA-verdächtig eingestuften Boeing 737 mit der Registriernummer N368CE vor. Diese Maschine flog etwa am 1. Februar mit 25 Passagieren und 50 Gepäckstücken ins afghanische Kabul  und kehrte einen Tag später mit 26 Passagieren und 55 Gepäckstücken von dort zurück. Die Passagiere der Boeing übernachten regelmäßig im Sheraton-Hotel am Frankfurter Flughafen. Die US-Bank, die das Flugzeug treuhänderisch verwaltet, verweigert jede Auskunft über die Operationen der Maschine. Wie der stern weiter berichtet, sprach der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) den Fall des in Mazedonien von der CIA entführten deutschen Staatsbürgers Khaled el-Masri im April 2005 gegenüber der mazedonischen Außenministerin an. Dies gehe aus dem vertraulichen Teil des Berichtes der Bundesregierung zur CIA/BND-Affäre hervor. Laut dieses Berichts wurde Fischer im Fall el-Masri dagegen nicht bei US-Außenministerin Condoleezza Rice vorstellig.

Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei. Für Rückfragen: stern-Nachrichtenredaktion, Tel. 040-3703 3555

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Gruner+Jahr, STERN

Das könnte Sie auch interessieren: