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stern: "Wenn du nicht mehr verarscht wirst, dann bist du tot" - Thomas Gottschalk und Stefan Raab im Doppel-Interview

    Hamburg (ots) - TV-Moderator Thomas Gottschalk hat kein Problem damit, von seinem Kollegen Stefan Raab durch den Kakao gezogen zu werden: "Was ich hasse, sind diese gequälten Radio-Witzbolde und Billig-Comedians. Von denen gelobt zu werden, wäre mir peinlicher, als von Raab verarscht zu werden. Und wenn du nicht mehr verarscht wirst, dann bist du tot." Im Hamburger Magazin stern spricht Gottschalk mit Stefan Raab über schlechtes Fernsehen, Kollegen wie Jauch, Elstner oder Kerner und Milde im Alter. "Mit fast 56 wäre ich als Enfant terrible ziemlich entwicklungsgestört", sagt Gottschalk. Man könne "am Samstagabend nicht vors Publikum treten und sagen: Heute halte ich erstmal den Hintern in die Kamera und dann fange ich an, Cora Schumacher zu beleidigen." Dem mittlerweile fast 40-jährigen Stefan Raab attestiert er, sich "bessere Manieren" zugelegt zu haben und nicht mehr "alle Gäste wie Deppen" zu behandeln.

    Raab nennt sich in dem stern-Doppel-Interview einen "Freund von Shows". Er gucke auch mal, "wer da abends bei Kerner rumsitzt oder bei Beckmann und seine privaten Problemchen loswerden will. Dann weiß ich genau, wer von den Prominenten nicht alle Tassen im Schrank hat und wem ich in Zukunft mehr Aufmerksamkeit schenken werde". Gottschalk hingegen ist kein Fan der abendlichen Talkshows: "Diese Seelenmassagen sind mir immer unangenehm. Ich denke dann: Schnell weg, bevor der jetzt erzählt, dass er seine Großmutter mal in Unterhosen gesehen und seitdem Zuckungen hat. So was ist mir peinlich."

    Dass die von Gottschalk moderierte Show "Wetten, dass...?", die am 14. Februar 25 Jahre alt wird, es bis heute schafft, mehr als 12 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm zu holen, liegt laut Gottschalk daran, dass sie "zum Leben der Leute gehört wie das Milchholen". Die Show lebe aber auch davon, kontert Raab, "dass sie keine Feinde hat. Das ist wie mit den Kängurus in Australien. Die werden auch immer mehr, weil keiner da ist, der sie frisst."

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