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Chef-Banker half CDU beim Spendensammeln

    Hamburg (ots) - Die CDU beschäftigte in diesem Sommer mehrere Wochen lang den heutigen Deutschland-Chef der US-Investmentbank Morgan Stanley, Dirk Notheis, als Spendensammler im Konrad-Adenauer-Haus. Das berichtet stern.de, das Online-Magazin des stern. Notheis, damals Vize-Präsident bei Morgan Stanley war, ließ dafür seinen Bank-Posten ruhen, bezog kein Gehalt von Morgan Stanley und arbeitete unentgeltlich für die CDU. Die Bank verteidigte sich gegen den möglichen Vorwurf eines Interessenkonflikts mit den Worten, man habe "vollstes Vertrauen" in das eigene "Konfliktmanagement". Ein CDU-Sprecher sagte zu stern.de, das "ehrenamtliche Engagement" von Mitgliedern wie Notheis sei "nicht spendenrechtlich relevant". Die Investmentbank war unlängst in die Kritik geraten, weil die Deutsche Bahn ihr in diesen Tagen zwei Aufträge erteilt hatte, obgleich Morgan Stanley bereits damit betraut ist, für die Bundesregierung die Privatisierungsfähigkeit des Bundesunternehmens zu beurteilen. "Durch die persönliche Beziehung von Herrn Notheis zur CDU hat sich die Sache nicht erleichtert", sagte der FDP-Verkehrsexperte Horst Friedrich zu stern.de. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Verkehrspolitiker Winfried Hermann erklärte: "Das wird zunehmend dubioser, was da läuft."

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