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stern: Barmer-Chef fordert Zulassungs-Entzug für gierige Ärzte

    Hamburg (ots) - Der Chef der Barmer Ersatzkasse, Eckart Fiedler, hat gefordert, Ärzte, die regelmäßig Geld von Pharmafirmen angenommen haben, drastisch zu bestrafen. Im Interview mit dem Hamburger Magazin stern sagte der Vorstandsvorsitzende, wer als Arzt ein- oder zweimal einen Scheck angenommen habe, solle ermahnt werden. Ärzte, die "aber ständig Geld fordern und erhalten, müssen von der Ärztekammer nach der Berufsordnung konsequent bestraft werden, bis hin zum Entzug der Zulassung". Fiedler reagierte damit auf den vom stern enthüllten Skandal um Schecks und Geschenke an Ärzte durch den Pharmakonzern Ratiopharm. Dass die Ärztekammer bisher darauf nicht reagiert habe, bezeichnete Fiedler als "bedauerlich".

    Der Barmer-Chef plädierte im stern dafür, Ärzten einen Anreiz zu geben, dass sie möglichst wirtschaftliche Medikamente verschreiben. "Wir brauchen eine Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln. Verhindert wurde dies bisher vor allem durch den Bundesrat. Ich bin überzeugt, dass die Ärzte eine solche Liste begrüßen würden."

    Den Vorschlag von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, den Ärzten unabhängig davon, ob sie einen Privat- oder Kassenpatienten behandeln, ein einheitliches Honorar zu zahlen, nannte Fiedler "einen guten Ansatz, um die Diskriminierung von Kassenpatienten zu beseitigen". Am Ende bedeute diese Idee, "dass man die Arzthonorare für Kassenpatienten anhebt. Aber ich bin sicher, dass man das bei den Arzneimitteln    locker einsparen kann".

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