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Kinderbuchautorin Cornelia Funke zum stern: "Das Böse ist nicht sexy, sondern traurig"

    Hamburg (ots) - Deutschlands erfolgreichste Kinderbuchautorin Cornelia Funke beklagt, dass viele Schriftsteller in ihren Werken das Böse verherrlichen. In einem Gespräch mit ihrem englischen Kollegen Clive Barker für das Hamburger Magazin stern erklärte sie: "Das Böse ist nicht glamourös und sexy, sondern traurig. Meine Leser sollen verstehen, weshalb eine Figur böse ist – aber sie sollen ihr nicht verzeihen."

    Gerade auf die Phantasie der Kinder übe das Böse in Geschichten eine starke Faszination aus, so Funke im stern. "Wenn du das Böse nicht schlagen kannst, wirst du halt einer von ihnen." Kinder hätten am meisten Angst davor, dass eine gute Figur zum Bösen überwandert. Funkes neuer Roman "Tintenblut", die Fortsetzung ihres Bestsellers "Tintenherz", erscheint am 15. September.

    Barker, Künstler und Verfasser des in den USA überaus erfolgreichen Fantasy-Zyklus Abarat, bekannte im stern seine persönliche Affinität zum Bösen: "Als Kind war ich dick, extrem kurzsichtig und ein richtiger Schisser. Aber Monster waren immer auf meiner Seite." Jedoch glaube er, der Verstand sei ein Bollwerk gegen das Böse, das den Menschen stets zum Guten führen werde. Die deutsche Fassung des zweiten Teils der Abarat-Reihe "Tage der Wunder, Nächte des Zorns" kommt am 1. Oktober in die Buchläden.

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