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stern: Spesenskandal macht EU-Arbeitgebern zu schaffen

    Hamburg (ots) - Hamburg – In Brüssel droht ein neuer Spesen-Skandal: Der Italiener Giacomo Regaldo, Vorsitzender der Arbeitgebergruppe im Brüsseler EU-Wirtschafts- und Sozialausschuss (WSA), soll sich nach einem Bericht des Hamburger Magazins stern insgesamt 40 Dienstreisen sowohl von seinem Arbeitgeber wie auch aus der EU-Kasse erstattet haben lassen. Auf Antrag der EU-Bekämpfungsbehörde Olaf ermittelt inzwischen die belgische Staatsanwaltschaft.

    Regaldo beteuert seine Unschuld und will im Amt bleiben. Göke Frerichs, der den deutschen Bundesverband des Groß- und Außenhandels im WSA vertritt, sagte dem stern, der Mann "müsse weg". Er fürchtet jedoch, für einen Abwahlantrag keine Mehrheit in den Reihen der WSA-Arbeitgebervertreter zu bekommen.

    Der Fall ist peinlich für WSA und Olaf, weil gegen Regaldo und 58 weitere WSA-Vertreter bereits in den 90er Jahren ähnliche Vorwürfe vorlagen. Seinerzeit verlangte der WSA lediglich die Rückerstattung überhöhter Spesenzahlungen. Als das EU-Betrugsbekämpfungsamt im Jahr 2001 schließlich Regaldo und seine Kollegen dafür anzeigte, waren diese Fälle bereits verjährt.

Für Rückfragen: stern-Redakteur Hans-Martin Tillack, +49 171 542 52 74.

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