Das könnte Sie auch interessieren:

Mehr drin zum selben Preis: ALDI TALK stockt Datenvolumen inkl. LTE deutlich auf

Essen/Mülheim a. d. Ruhr (ots) - ALDI TALK stockt das Datenvolumen in seinen Kombi-Paketen, Internet-Flatrates ...

#GNTM 2019: Das sind die Finalistinnen

Unterföhring (ots) - Sie haben 15 Wochen vor den Kameras gestrahlt, sie haben bei den herausfordernden Walks ...

Erste Bilder des neuen Ford Focus ST Turnier

Köln (ots) - - Neues, bis zu 206 kW (280 PS) starkes Sportmodell der Ford Focus-Baureihe debütiert auch ...

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Gruner+Jahr, STERN

01.06.2005 – 08:30

Gruner+Jahr, STERN

stern: Deutsche HipHop-Stars verherrlichen Gewalt gegen Frauen

    Hamburg (ots)

Deutsche HipHop-Titel landen immer häufiger auf dem Index für jugendgefährdende Medien, weil sie Gewalt gegen Frauen verherrlichen. Nach Recherchen des Hamburger Magazins stern und des ZDF-Magazins "Mona Lisa" untersagte die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Verkauf von Tonträgern Berliner Rapper wie King Orgasmus One oder Bass Sultan Hengzt an Minderjährige. Auch die CD "Ansage Nr. 3" des Berliner Untergrund-Labels Aggro, das unter anderem den Erfolgs-Rapper Sido unter Vertrag hat, wurde indiziert. Gegen weitere sieben HipHop-Titel läuft das Indizierungsverfahren.

    Die Leiterin der Bundesbehörde, Elke Monssen-Engberding, bestätigte den Trend: Seit gut einem Jahr habe es die Behörde vermehrt mit deutschen Rap-Texten zu tun, "in denen dazu aufgefordert wird, Frauen zu diskriminieren, zu vergewaltigen oder Gewalt in anderer Form anzuwenden".

    Der Bundesbehörde lag auch ein Antrag vor, den "Arschficksong" des derzeit erfolgreichsten deutschen Rappers Paul Würdig, Künstlername: Sido, als jugendgefährdend einzustufen. Der Titel konnte allerdings nicht mehr indiziert werden, weil zuvor ein anderes Gremium, die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, ein Video zu dem Song ab 16 Jahren freigegeben hatte. Für den Frankfurter Oberstaatsanwalt Peter Köhler gehen Sidos Texte "weit über die Jugendgefährdung hinaus". Für ihn scheint eine "Verherrlichung von sexueller Gewalt gegenüber Kindern" vorzuliegen.

    Im stern charakterisierte Sido den inkriminierten Song als "Punkertum". Heute würde er einen solchen Text nicht mehr schreiben. "Ich habe jetzt meine Klientel gefunden. Viele Leute, die mich hören, lesen ‚Bravo‘." Für die sei der Song nicht gedacht, sagte der Rapper, der sein Alter Ego Sido als "krasse Kunstfigur" bezeichnet. "Ich habe einen Sohn", so Sido weiter im stern. "Der ist fünf. Der soll meine Musik auch nicht hören. Der ist Juli-Fan. Das finde ich gut."

Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangaben  zur Veröffentlichung frei. Rückfragen: stern-Nachrichtenredaktion, Tel. 040/3703-3555

Original-Content von: Gruner+Jahr, STERN, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Gruner+Jahr, STERN
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung