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23.04.2003 – 07:00

Gruner+Jahr, STERN

stern: SPD verliert nach parteiinternem Streit drei Prozentpunkte - Mehrheit glaubt, dass Schröder sich durchsetzt - Bundesbürger für Stoiber als Unionskanzlerkandidat

    Hamburg (ots)

Der parteiinterne Streit um die Modernisierung der sozialen Sicherungssysteme hat der SPD deutlich geschadet. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins stern sowie des Fernsehsenders RTL fielen die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um drei Prozentpunkte auf 30 Prozent. Union, FDP und PDS konnten jeweils einen Punkt hinzu gewinnen und erreichen nun 45, sieben bzw. vier Prozent. Die Grünen liegen unverändert bei elf Prozent.

    Zusätzlich wollte der stern wissen, wie der parteiintenterne Streit nach Ansicht der Bundesbürger ausgehen wird. 62 Prozent meinen, dass sich Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) durchsetzen wird. 23 Prozent sind der Ansicht, dass sich der linke Flügel in dem Streit behaupten wird. Auf die Frage, wer Zugeständnisse machen sollte, erklärten 39 Prozent, Schröder sollte sich dem linken Flügel der Partei beugen, eine Mehrheit von 44 Prozent vertrat die Meinung, der linke Flügel sollte sich hinter Schröder stellen.

    In einer weiteren Umfrage - unter SPD-Mitgliedern - ließ der stern die Stimmung an der SPD-Basis erkunden. Demnach sind derzeit 45 Prozent aller Mitglieder mit der Arbeit der SPD auf Bundesebene voll zufrieden. 29 Prozent erklärten sich unzufrieden, unentschieden sind 26 Prozent. Deutlich besser fallen die Werte für Bundeskanzler Schröder aus: Mit der Arbeit ihres Vorsitzenden sind 61 Prozent aller SPD-Mitglieder vollauf zufrieden, 21 Prozent äußerten sich unzufrieden. Weder sonderlich zufrieden noch sonderlich unzufrieden sind 18 Prozent der SPD-Mitglieder.

    Auf die stern-Frage, wen die Bundesbürger am liebsten als nächsten gemeinsamen Kanzlerkandidat der Unionsparteien sehen würden, erhielten CSU-Chef Edmund Stoiber und die CDU-Vorsitzende Angela Merkel mit 20 bzw. 19 Prozent die meisten Nennungen. 14 Prozent sprachen sich für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff aus. Für den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch entschieden sich elf Prozent der Bunderbürger, für den stellvertretenden Unionsfraktionschef Friedrich Merz neun Prozent.

    Zur Feststellung der Parteipräferenz befragte das Forschungsinstitut Forsa im Auftrag von stern und RTL zwischen dem 14. und dem 17. April 2002 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. Datenbasis für stern-Fragen zum parteiinternen Streit in der SPD und den Kanzlerkandidaten der Union: 1002 Befragte am 16. und 17. April. Statistische Fehlertoleranz hier: +/- drei Prozentpunkte. Basis für die stern-Frage nach der Stimmung in der SPD: 1025 SPD-Mitglieder am 16. und 17. April, Fehlertoleranz +/- drei Prozentpunkte.

    Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe zur Veröffentlichung frei.

ots Originaltext: stern
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Für Rückfragen steht Ihnen stern-Redakteur Matthias Weber zur
Verfügung, Tel.: 040 / 3703 4409

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