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stern: Verbraucherministerin Renate Künast will Zwangs-Hilfsfond für futtermittelgeschädigte Bauern

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    Hamburg (ots) - Nachdem ihre Pläne für einen freiwilligen
Hilfsfond für futtermittelgeschädigte Bauern am Widerstand der
Industrie gescheitert sind, plant Verbraucherministerin Renate Künast
jetzt Zwangs-Maßnahmen gegen die großen Hersteller. "Wir prüfen zur
Zeit die rechtlichen Möglichkeiten, einen Zwangs-Hilfsfond
vorzuschreiben", sagte Künast dem Hamburger Magazin stern in seiner
neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.
    
    Dass die Industrie sich weigern konnte, den freiwilligen Hilfsfond
zu schaffen, wirft sie auch den Bauern selbst vor. Zwar säßen
Vertreter der Bauernverbände in den Aufsichtsräten der meisten
Futtermittel-Hersteller, aber "die machen keinen Druck und vertreten
eher die Interessen der Industrie und nicht der Bauern."
    
    Der neue Skandal um hormongefütterte Schweine aus Holland zeige,
so Künast im stern: "Die Futtermittelherstellung ist eine der
zentralen Schwachstellen bei der Lebensmittelproduktion" Die
Grünen-Politikerin klagt an, "dass es europaweit noch keine
Positivliste gibt, was überhaupt als Inhaltsstoff für Futtermittel
verwendet werden darf. In das Futter werden viele Dinge eingemischt,
die da nichts zu suchen haben. Es gibt Hersteller, die kaufen
europaweit den billigsten Kram, Abfälle, Säure und Laugen aus der
Industrie, solange das Zeug nur irgendeinen Nährwert hat und bringen
so zum Beispiel Hormone und Schwermetalle in die Nahrungskette."
    
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