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stern-Umfrage: Etablierte Parteien drücken sich vor heiklen Themen - FDP soll eine klassisch liberale Partei bleiben

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    Hamburg (ots) - Die überwiegende Mehrheit der Deutschen (78
Prozent) ist der Auffassung, dass die etablierten Parteien bestimmte
Themen nicht aufgreifen und Probleme nicht beim Namen nennen. Dies
ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hamburger Magazins
stern, deren Ergebnisse in der neuen Ausgabe am Donnerstag
veröffentlicht werden.
    
    Nach Meinung von 46 Prozent der Bundesbürger fehlt in Deutschland
eine Protestpartei, die Themen aufgreift, die den Menschen auf den
Nägeln brennen. 49 Prozent der Befragten vermissen eine solche Partie
nicht.
    
    Eindeutig ist die Meinung der Bundesbürger, welchen Weg die FDP
gehen soll: 84 Prozent wünschen, dass die FDP eine klassisch liberale
Partei bleibt. Nur 5 Prozent würden es begrüßen, wenn sich die
Liberalen zu einer rechts-populistischen Partei wie die FPÖ oder die
Schill-Partei in Hamburg entwickeln würde.
    
    Wie die stern-Umfrage weiter ergab, meinen 40 Prozent der
Deutschen, in der Bundesrepublik könne man wegen der deutschen
Vergangenheit und den Greuel des Nazi-Regimes über bestimmte Themen
nicht unbefangen reden. Die Mehrheit von 56 Prozent fühlt sich nicht
befangen. In den neuen Bundesländern halten sich 63 Prozent der
Befragten für unbefangen.
    
    Die Frage, ob sich die Wahlchancen der FDP durch den Streit von
Jürgen Möllemann mit dem Zentralrat der Juden verschlechtert haben,
wurde von  36 Prozent bejaht. 38 Prozent der Befragten glauben, dass
die Chancen der FDP unverändert geblieben sind und 15 Prozent sind
der Meinung, dass sie durch den Streit eher gestiegen sind.
    
    Durchgeführt wurde die Umfrage durch Forsa, Berlin  unter 1006
Befragten.
    
    Diese Vorabmeldung ist mit Quellenangabe stern zur
Veröffentlichung frei.
    
    
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