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stern: Wolfgang Kubicki offenbar in Kieler Staatskanzlei-Affäre verstrickt

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    Hamburg (ots) - In die Affäre um die Nebengeschäfte Karl Pröhls,
eines Mitarbeiters der Kieler Staatskanzlei, ist offenbar auch der
FDP-Fraktionsvorsitzende im Kieler Landtag, Wolfgang Kubicki,
verstrickt. Wie das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe
berichtet, war Kubicki im Besitz einer Aktie im Wert von 10 000 Mark
der Alaska-AG, die das bei Kiel gelegene Schloss Bredeneek
teilsaniert und teilweise wieder veräußert hatte. Gegen Pröhl und
Verantwortliche der Alaska-AG ermittelt die Kieler Staatsanwaltschaft
wegen Betrugs. Pröhl bestreitet die Vorwürfe.
    
    Wie der stern weiter berichtet, hatte Kubicki, im Hauptberuf
Anwalt, die Aktie als Honorar für den Entwurf eines Vergleichs
bekommen. In einem Schreiben, das dem stern vorliegt, kündigt er an,
sich wegen "der Wahrnehmung der Aktionärsrechte" mit dem Vorstand der
Alaska AG "auseinanderzusetzen".
    
    Kubicki ist Mitglied im Untersuchungsausschuss, der die
Pröhl-Affäre und mögliche Verstrickungen der Kieler Staatskanzlei in
Pröhls Nebengeschäfte aufklären soll. Der FDP-Politiker hatte die
Affäre in einer nicht öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses ins
Rollen gebracht. Dort soll er sich laut stern über Pröhls "Umfeld"
geäußert haben: "Die Namen kommen mir alle aus meinem beruflichen
Umfeld unglaublich bekannt vor, und zwar nicht nur aus dem
zivilrechtlichen, sondern auch aus dem strafrechtlichen Umfeld."
Kubicki soll, so der stern weiter, mit seinen Äußerungen gegen die
anwaltliche Schweigepflicht verstoßen haben. Offenbar waren mehrere
Geschäftsleute, die mit dem Bredeneek-Projekt zu tun hatten,
Mandanten der Kanzlei, die Kubicki in Sozietät mit dem
CDU-Landtagsabgeordneten Trutz Graf Kerssenbrock betreibt.
    
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