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stern: Deutsche KSK-Soldaten nahmen al-Qaeda-Kämpfer fest

    Hamburg (ots) - Deutsche KSK-Soldaten waren in Afghanistan im März an der Operation Anaconda beteiligt und nahmen auch Kämpfer der al-Qaeda fest. Ein Sergeant der 10. US-Gebirgsjäger-Division bestätigte gegenüber Reportern des Hamburger Magazins stern: "Die deutschen Special Forces haben etliche al-Qeda-Krieger gefangen genommen und an uns übergeben." Die deutschen Spezialkräfte operieren von einem US-Luftwaffenstützpunkt bei Kandahar aus, wo das stern-Team über siebzig KSK-Angehörige ermittelte.

    Bestätigt wurden Anwesenheit und Einsatz der Deutschen von US-Soldaten, die im Gegensatz zu der KSK über die Kampfeinsätze gegenüber stern-Redakteuren sprachen. "Deutsche waren von Anfang an hier, schon als unsere Marines weiter südlich Camp Rhino aufgebaut hatten", berichtete ein Offizier der US-"Special Operations Forces". Seitdem, so der US-Offizier weiter, "machten sie einen verdammt guten Job, sehr zuverlässig, sehr professionell".

    Offenbar hat es bei der Operation Anaconda unter den Deutschen keine Verluste gegeben. "Keine Toten, keine Verwundeten - was nicht heißt, dass sie nicht beteiligt waren", bestätigte Colonel Joe Smith, Stabschef der Alliierten in Afghanistan. "Alle Koalitionstruppen", so sagte Smith weiter, "waren darauf aus, al-Qaeda zu eliminieren. Finden, fixieren, fighten, fertig machen war die Devise. Hunderte Feinde wurden getötet."  Allerdings gebe es eine Sprachregelung: "Nur die Regierungen dürfen zu Einsätzen ihrer Spezialkräfte Stellung nehmen. Das ist Politik."

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