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Millionenspende von ABB-Konzern an Israelische Arbeitspartei

Millionenspende von ABB-Konzern an Israelische Arbeitspartei

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    Hamburg (ots) - Der Technologie-Konzern ABB hat in den 90er Jahren
offenbar nicht nur Millionen Mark Schmiergelder in Deutschland,
sondern auch Wahlkampfspenden in Millionenhöhe an die Arbeitspartei
in Israel gezahlt. Als Schlüsselfigur dabei gilt der ehemalige
Abteilungsleiter der hessischen Staatskanzlei Otto Georg. Das
berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen, am Donnerstag
erscheinenden Ausgabe.
    
    Nach seiner Pensionierung arbeitete der Sozialdemokrat Otto Georg
als Berater für ABB. Der Konzern zahlte ihm für seine Dienste
zwischen 1993 und 1998 rund neuen Millionen Mark Honorar. Laut
Bundeskriminalamt war Georg dafür an der Vermittlung von  Kraftwerken
und Müllverbrennungsanlagen  im Wert von 760 Millionen Mark
beteiligt. In Israel sicherte Georg der ABB die Aufträge für ein
Kohlekraftwerk und die Lieferung von Anlagenteilen. Als Gegenleistung
bekam die damals regierende Arbeitspartei eine Wahlkampfspende von
fünf Millionen Mark. Das belegen handschriftliche Notizen des
deutschen ABB-Chefs Michael Pohr, die dem stern vorliegen.
    
    Ehemalige ABB-Manager äußerten gegenüber dem stern die Vermutung,
dass Teile der Spenden für die israelischen Genossen an die SPD
zurückgeflossen seien. Bereits in den 70er Jahren waren
Spenden-Zahlungen an die SPD über Briefkasten-Firmen in Israel
umgeleitet worden.
    
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frei.
    
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