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DFL-Chef Hackmann sieht in der Kirch-Krise keine Gefahr für die Bundesliga-Finanzen

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    Hamburg (ots) - Werner Hackmann, Vorsitzender der Deutschen Fußball Liga (DFL), sieht in der Krise des Pay-TV-Senders Premiere keine Gefahr für die Finanzen der Bundesligaklubs. Falls der australische Medientycoon Rupert Murdoch Premiere übernimmt und wie angekündigt weniger Geld für die Fußball-Rechte ausgeben möchte, "wird es halt keinen Fußball im Pay-TV geben", sagt Hackmann in einem Interview mit dem Hamburger Magazin stern.

    Dann werde die DFL "einen wesentlich höheren Preis für die Rechte im frei empfangbaren Fernsehen fordern". Der DFL-Chef ist davon überzeugt, es werde "immer Free-TV-Sender geben, die sich um den deutschen Fußball reißen werden".

    Hackmann ist aber auch sicher, dass sich Bundesliga-Fußball im Pay-TV rechnen kann. Die DFL sei "relativ schnell" dazu in der Lage, mit Hilfe eines strategischen Partners einen eigenen Pay-TV-Sender zu starten. Spätestens 2004 werde der Ligaverband deshalb in einer so starken Verhandlungsposition sein, dass Pay-TV-Interessenten "die Rechte zu unseren Preisen kaufen, oder wir machen es selbst".

    Auf keinen Fall wird die Liga mit Premiere über eine Senkung der Lizenzgebühren nachverhandeln, betont Hackmann. In diesem Punkt steht der HSV-Präsident im Gegensatz zu  Bayern-Präsident und Premiere-Kommentator Franz Beckenbauer, der angeregt hatte, die Vereine sollten zugunsten Kirchs auf einen Teil des TV-Honorars verzichten. "Beckenbauer hat keine Funktion in der DFL", so Hackmann, "also kann er für die Liga darüber nicht entscheiden." Hackmann wünscht, dass sich die Präsidenten der Bundesliga in der öffentlichen Diskussion um TV-Gelder zurückhalten, auch Beckenbauer: "Er hat sehr viel Grips im Kopf, er wird das schon begreifen."

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