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stern: Bundeswehr erhielt 100.000 Rucksäcke, die möglicherweise giftig sind

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    Hamburg (ots) - Rund 100.000 Rucksäcke für Bundeswehrsoldaten sind
möglicherweise mit gesundheitsgefährdenden Substanzen verseucht. Das
berichtet das Hamburger Magazin stern in seiner neuen Ausgabe. Die
dunkelgrüne Ware, die das Unternehmen "Schulze-Brakel" aus dem
ostwestfälischen Brakel ans Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung
(BWB) in Koblenz lieferte, wurde im Wehrwissenschaftlichen Institut
in Erding untersucht. Dabei fanden die Chemiker, so ein Sprecher des
Verteidigungsministeriums zum stern, "einen Stoff, der nach den
technischen Lieferbedingungen, die dem Fall zugrunde lagen, nicht
zugelassen ist".
    
    Der "Schulze-Brakel"-Geschäftsführer wurde gegenüber dem stern
deutlicher. Das BWB werfe ihm vor, das Segeltuch der Rucksäcke, das
aus Tansania stammt und in Polen verarbeitet wurde, enthalte
"krebserregende und erbgutverändernde Stoffe". Ein von der Industrie-
und Handelskammer benannter Gutachter habe das Gewebe jedoch
ebenfalls untersucht und die Vorwürfe aus Koblenz zurückgewiesen, so
der Geschäftsführer.
    
    Die bereits zugestellten Exemplare wurden bisher nicht an die
Truppe ausgegeben, sagte der Sprecher des Verteidigungsministerium
dem stern.
    
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Veröffentlichung frei.
    
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