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stern: Offenbar schwere Panne bei Fahndung nach Polizistenmörder

    Hamburg (ots) -

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    Bei der Fahndung nach dem Polizistenmörder Michael Berger hat es
offenbar eine schwere Panne gegeben. Nachdem der Täter sich am 14.
Juni morgens um 9.49 Uhr bei einer Verkehrskontrolle im Dortmunder
Stadteil Brackel den Weg freigeschossen und einen 35-jährigen Beamten
getötet hatte, wurde eine Ringfahndung im Umkreis von 20 Kilometern
ausgelöst. Auch die umliegenden Polizeibehörden wurden alarmiert. Als
der BMW des Polizistenmörders gegen 10.17 Uhr nördlich von Dortmund
in Lünen gesichtet wurde, kam es nach Informationen des Hamburger
Magazins stern womöglich zu einem fatalen Versäumnis: Ein
Polizeiangehöriger entdeckte den Wagen und informierte seinen
Wachleiter, der den Hinweis über das Dortmunder Polizeifunknetz
"Union", zu dem Lünen gehört, weitergab. Inzwischen hatte der Täter
Lünen bereits in Richtung Waltrop verlassen. Die dort eingesetzten
Streifenwagen gehören zum "Herta"-Funknetz des Polizeipräsidiums
Recklinghausen; dort aber ist die Meldung aus Lünen nie angekommen.
In Waltrop, zwölf Kilometer von Lünen entfernt, wurden zwölf Minuten
später zwei weitere Beamte mit Kopfschüssen getötet. Sie waren im
Rahmen der Ringfahndung alarmiert worden - dass der Polizistenmörder
bereits ganz in ihrer Nähe war, haben sie nicht erfahren.
    
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frei.
    
ots Originaltext: stern
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