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stern: CDU-Fraktion könnte Herkunft der umstrittenen Millionenspende aufklären - Ole von Beust: "Die Fraktion sollte alles offenlegen."

    Hamburg (ots) - Die Bundestagsfraktion der CDU könnte weitaus
genauer als bisher geschehen aufklären, woher die Ende 1996 an die
Partei transferierten 1,146 Millionen Mark stammen. Über die dafür
nötigen Unterlagen verfügen nach Informationen des Hamburger Magazin
stern  die Bundestagsverwaltung und die Dresdner Bank in Bonn. Das
Kreditinstitut könnte die Frage beantworten, wann das "Konto aus
unvordenklichen Zeiten" (Fraktionschef Wolfgang Schäuble) eröffnet
wurde. Der entsprechende Antrag wird entsprechend den gesetzlichen
Bestimmungen noch zehn Jahre nach der Konto-Schließung aufbewahrt.
CDU-Fraktiongeschäftsführer Joachim Hörster hatte in der vergangenen
Woche behauptet:  "Der Zeitpunkt der Einrichtung ist nicht mehr zu
ermitteln."
    
    Bei der Dresdner Bank sind dem stern-Bericht zufolge auch noch
alle Kontobewegungen auf dem umstrittenen Fraktionskonto gespeichert.
Zwar vernichten Kreditinstitute die Durchschriften von Überweisungen
und Gutschriften nach sechs bzw. zehn Jahren, doch die Umsatzdaten
müssen 30 Jahre aufbewahrt werden. Fraktionsgeschäftsführer Hörster
hatte in der vergangenen Woche gesagt: "Ich wäre überglücklich, wenn
ich Belege hätte."
    
    Ebenfalls aufklären ließe sich, ob und wann Geld von Abgeordneten
auf das umstrittene Konto geflossen ist. Die Bundestagsverwaltung
zieht einen 50-Mark-Obolus von den Diäten ab und überweist ihn an die
CDU-Fraktion. "Alle Unterlagen sind d