Daiichi Sankyo Europe GmbH

DAIICHI SANKYO erwirbt U3 Pharma AG
Japanischer Pharmakonzern erwirbt Biotechnologie-Firma aus Martinsried bei München

München (ots) - DAIICHI SANKYO Co., Ltd., zweitgrößter japanischer Pharmakonzern und eines der führenden forschenden Pharmaunternehmen der Welt, hat heute den Erwerb der U3 Pharma AG bekannt gegeben. Das deutsche Biotechnologie-Unternehmen ist auf die Erforschung von monoklonalen Antikörpern für die Behandlung von Krebs spezialisiert.

DAIICHI SANKYO wird eine Einmalzahlung in Höhe von 150 Millionen Euro leisten und 100 Prozent der Aktien erwerben. Die Akquisition erfolgt vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden.

U3 Pharma hat seinen Firmensitz in Martinsried bei München. Das Unternehmen wurde von Professor Axel Ullrich gegründet, dem Geschäftsführenden Leiter des Max-Planck Instituts für Biochemie in Martinsried. Die wegweisenden Arbeiten von Professor Ullrich im Bereich der gentechnisch-basierten Onkologieforschung haben unter anderem zur Entdeckung der Onkologie-Blockbuster Produkte Herceptin® und Sutent[TM]* geführt.

U3 Pharma wurde 2001 gegründet und beschäftigt derzeit 27 Mitarbeiter, die meisten davon unmittelbar in Forschung und Entwicklung. Zu den derzeitigen Eigentümern des Unternehmens gehören Investoren wie Alta Partners, Atlas Venture, E. de Rothschild Investment Partners, Life Science Partners, Karsten Henco sowie verschiedene Einzelpersonen aus der Biotech- und Pharmaindustrie.

Die Forschungspipeline des Unternehmens umfasst unter anderem Programme, die sich auf humane monoklonale Antikörper zur Behandlung von Brust-, Lungen- und Dickdarmkrebs konzentrieren. Das am weitesten fortgeschrittene Projekt wird gemeinsam mit Amgen entwickelt und trägt den Namen U3-1287 (AMG 888). Es handelt sich um den ersten vollständig humanen Anti -HER3 monoklonalen Antikörper zur Unterdrückung der Signalübetragung der Tumorzellen und des Tumorwachstums. Beide Firmen hoffen, in diesem Jahr mit der klinischen Entwicklung des Wirkstoffs beginnen zu können.

Das Produktportfolio von DAIICHI SANKYO im Onkologiebereich umfasst derzeit drei weitere Wirkstoffe: Bei CS-1008 handelt es sich um einen Wirkstoff gegen bösartige Tumore. Er befindet sich ist in Phase 2 der klinischen Entwicklung und soll von DAIICHI SANKYO weltweit vermarktet werden. Denosumab, oder AMG 162, das von Amgen einlizenziert werden konnte, befindet sich in Vorbereitung der Phase 3 der klinischen Entwicklung als Wirkstoff gegen Osteoporose. Zur Behandlung von Knochenmetastasen bei Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs befindet sich der Wirkstoff ebenfalls in Phase 3. DAIICHI SANKYO hält die exklusiven Vermarktungsrechte für Denosumab für den japanischen Markt. Nimotuzumab, oder DE 766, ist ein Wirkstoff gegen solide Tumore und befindet sich derzeit in Phase 1 der klinischen Erprobung. Der Wirkstoff wurde von der Firma CIMYM einlizenziert. Auch für Nimotuzumab besitzt DAIICHI SANKYO die exklusiven Vermarktungsrechte für Japan.

"Der Erwerb von U3 Pharma ist eine ideale strategische Ergänzung für unser Onkologie-Portfolio", sagte Takashi Shoda, Präsident und Vorstandsvorsitzender von DAIICHI SANKYO. "Gegenwärtig haben wir drei monoklonale Antikörper in der Entwicklung. Außerdem konnten wir im März 2008 die Ausweitung unserer Forschungskooperation mit einem anderen deutschen Unternehmen bekannt geben, der MorphoSys AG. Dabei geht es vor allem um die Nutzung der Substanzdatenbank für humane Antikörper und der Phage-Display-Technologie. Eines der Ziele von DAIICHI SANKYO ist es, verstärkt in dem Markt für neue Therapieformen im Onkologiebereich vertreten zu sein."

Firmengründer Ullrich erklärte: "Die Vereinbarung mit DAIICHI SANKYO stellt einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung von U3 Pharma dar. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den Kollegen von DAIICHI SANKYO an der Fortentwicklung der Wirkstoffe in unserer Pipeline und ihrer Umsetzung in neue Krebstherapien zu arbeiten."

Über DAIICHI SANKYO

DAIICHI SANKYO ist ein weltweit tätiges Pharmaunternehmen, das sich ausschließlich mit der Erforschung und dem Vertrieb innovativer Arzneimittel befasst. Der Konzern ist im Jahr 2005 aus der Fusion der beiden japanischen Traditionskonzerne Daiichi und Sankyo entstanden. Mit einem Jahresumsatz von etwa 5,5 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2007 gehört DAIICHI SANKYO zu den führenden Pharmaunternehmen der Welt. Die Konzernzentrale des Unternehmens befindet sich in Tokio, die Europazentrale in München. DAIICHI SANKYO unterhält derzeit Niederlassungen in 11 europäischen Ländern und zählt seit der Gründung der europäischen Vertriebs- und Produktionsstandorte im Jahr 1990 zu den am stärksten in Europa vertretenen japanischen Arzneimittelherstellern. In seinen Forschungsaktivitäten konzentriert sich das Unternehmen auf die Bereiche Herz/Kreislauf, Hämatologie, Diabetes, Antiinfektiva und Krebs. Ziel ist es, Arzneimittel zu entwickeln, die als "beste" in ihrer Klasse gelten oder eine neue Wirkstoffklasse begründen.

Für weiterführende Informationen, besuchen Sie unsere Website unter http://www.daiichi-sankyo.eu

*Die Marke Herceptin® gehört der Firma Genentech Sutent[TM] ist ein Markenname der Firma Pfizer

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