Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von WestLotto

21.10.2019 – 15:52

WestLotto

Verantwortung übernehmen - Kein Glücksspiel für Kinder und Jugendliche

Ein Audio

  • 191021_OTP_keinGlücksspielfürKinder.mp3
    MP3 - 1,9 MB - 02:05
    Download

Münster (ots)

Anmoderationsvorschlag: Ob in der Pause, im Bus oder zu Hause auf dem Sofa - Spiele-Apps gehören inzwischen zum Alltag dazu. Eine solche App ist jetzt allerdings schwer in die Kritik geraten. Jan Böhmermann hat bei NeoMagazinRoyal die Spiele-App Coin Master auseinandergenommen. Sie kommt nämlich bonbonfarben-bunt und scheinbar kindgerecht daher, enthält aber eben auch einen einarmigen Banditen, der stark nach Glücksspiel aussieht. Auch die staatliche Lotteriegesellschaft WestLotto sieht Spiele wie Coin Master äußerst kritisch und fordert mehr Verantwortung. Dazu sprechen wir jetzt mit Unternehmenssprecher Axel Weber, hallo!

Begrüßung: "Hallo, ich grüße Sie!"

1. Herr Weber, Glücksspiele sind doch für Kinder und Jugendliche verboten. Warum ist es trotzdem nötig, hier mehr Verantwortung zu fordern?

O-Ton 1 (Axel Weber, 23 Sek.): "Glücksspiele sind zwar für Minderjährige verboten. Aber es gibt auch eine Lücke im Jugendschutzgesetz, nämlich die sogenannten 'simulierten Glücksspiele' wie zum Beispiel Coin Master. Und eine Simulation ist es deswegen, weil man eben kein Geld gewinnen kann. Man kann allerdings Extras dazukaufen. Und dieses 'Extras dazukaufen', das erfolgt perfiderweise in einer Art von Glücksspiel, nämlich über einen sogenannten 'einarmigen Banditen'."

2. Was werfen Sie Coin Master und vergleichbaren Spiele-Apps konkret vor?

O-Ton 2 (Axel Weber, 36 Sek.): "Wir sind der Auffassung, dass Coin Master seine Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen schlicht und ergreifend ignoriert. Zum einen - und das ist wissenschaftlich bestätigt - erhöhen nämlich solche Simulationen die Gefahr, dass Minderjährige schneller ein Suchtverhalten entwickeln, weil sie systematisch an ein Glücksspiel herangeführt werden. Und zum anderen sind diese In-App-Käufe natürlich gefährlich, weil sie da schnell in eine Geldfalle tappen können, vielleicht sogar in eine Schuldenfalle. Und ganz besonders perfide finden wir, dass sogar bekannte Stars wie Dieter Bohlen, Pietro Lombardi oder Daniela Katzenberger aktiv und öffentlich dafür werben. Und da sind wir der Meinung, das muss aufhören!"

3. Wie kann man dagegen angehen?

O-Ton 3 (Axel Weber, 34 Sek.): "Wichtig ist es, Haltung zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. Das haben wir von WestLotto gemacht, indem wir uns diesen Verbotsforderungen nach sogenannten 'simulierten Glücksspielen' angeschlossen haben. Und wir dokumentieren das auch öffentlich, zum Beispiel mit Anzeigen. Denn wir sagen ganz klar: Das sind Glücksspiele! Und die dürfen erst ab 18 gespielt werden. Und darüber hinaus fordern wir schon, dass der Gesetzgeber die bisherige Definition von Glücksspielen überdenkt und gegebenenfalls auch neu formuliert. Zusätzlich engagieren wir uns mit eigenen Präventionsprogrammen an Schulen, und Aufklärung ohne erhobenen Zeigefinger, mit den sogenannten 'Smart Camps'."

4. Und natürlich sind auch ganz besonders die Eltern gefragt. Was empfehlen Sie denen?

O-Ton 4 (Axel Weber, 21 Sek.): "Eltern sollten sich auf jeden Fall die Spiele anschauen, die ihre Kinder auf dem Gerät spielen. Die einfachste Möglichkeit wäre dann natürlich, die In-App-Käufe zu deaktivieren. Aber wichtig ist vorab auch die Information, damit sie mit ihren Kindern reden können. Und da gibt es im Netz zahlreiche Infos zum Beispiel bei der BZgA, das ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, oder einfach bei jugendschutz.de."

WestLotto-Sprecher Axel Weber mit einer klaren Forderung nach mehr Verantwortung. Vielen Dank für das Gespräch!

Verabschiedung: "Sehr gerne!"

Abmoderationsvorschlag: Mehr Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen - das ist die Forderung der staatlichen Lotteriegesellschaft an App-Betreiber, die glücksspielähnliche Spiele anbieten. Alle Infos dazu und wo Sie Hilfe finden, gibt's auch noch mal im Netz unter westlotto.de.

Pressekontakt:

Axel Weber
Tel.:0251/7006-1313
Mail:presse@eurojackpot.de

Original-Content von: WestLotto, übermittelt durch news aktuell