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Westdeutsche Zeitung: zu: Autokartell

Düsseldorf (ots) - Es muss offenbar erst einen richtig lauten Knall geben, bevor die gehätschelten und erfolgsverwöhnten Automanager merken, dass sie zu weit gegangen sind. Die Enthüllungen über möglicherweise illegale Absprachen in der Autobranche könnten nun dieser Knall sein. Der Diesel-Skandal allein hat jedenfalls nicht ausgereicht, um die Branche zum Umdenken zu bewegen. Man könnte sich nun zurücklehnen und mit einer gewissen Schadenfreude beobachten, wie sich die Schlinge immer enger um die einstige deutsche Vorzeigebranche zieht. Endlich, so könnte man denken, bekommen die Top-Manager ihren Denkzettel. Doch solche Schadenfreude ist fehl am Platz. Dafür hängt viel zu viel ab von der deutschen Schlüsselindustrie. Die Zeche für den ganzen Schlamassel werden nämlich wir alle zahlen müssen. Weil bei den Konzernen durch drohende hohe Kartellstrafen die Innovationskraft schwindet, weil Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen, und weil die Unternehmenssteuern dann nicht mehr so kräftig sprudeln werden. Was wir aber erwarten können ist, dass die vermeintliche Elite ihr Schweigen bricht, das Beschönigen beendet und reinen Tisch macht. Und selbst Verantwortung übernimmt. Auch finanziell.

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